Schwere Vorwürfe gegen Ex-TV-Moderator
Hensel-Anwalt reicht offenbar Strafanzeige gegen Delling ein
26.08.2025 – 05:30 UhrLesedauer: 3 Min.
Sechster Tag im Prozess um die illegale Rückholung ihrer Kinder aus Dänemark: Christina Block muss erneut mit besonders aufwühlenden Fragen rechnen.
Im Prozess um die Entführung der Kinder von Christina Block aus der Obhut ihres Vaters in Dänemark muss sich die Hamburger Unternehmerin am Dienstag ab 9.30 Uhr erneut den Fragen der Nebenklage stellen. Der Anwalt ihres Ex-Mannes Stephan Hensel hatte in der vergangenen Woche am Landgericht Hamburg das Wort bekommen.
Nach Anklage der Staatsanwaltschaft soll Christina Block die Entführung ihrer beiden jüngsten Kinder in Auftrag gegeben haben. Mehrere Mitarbeiter eines israelischen Sicherheitsunternehmens sollen den damals zehn Jahre alten Sohn und die 13-jährige Tochter nach Deutschland gebracht haben. Vier Tage nach der Rückholaktion wurden die Kinder auf Anordnung des Hanseatischen Oberlandesgerichts wieder zu ihrem Vater nach Dänemark gebracht.
Am dritten Verhandlungstag hatte Block in einer mehrstündigen Erklärung die Anklagepunkte zurückgewiesen. Auch die Anwälte der übrigen sechs Angeklagten, darunter Blocks Lebensgefährte Gerhard Delling, hatten der Anklage zum Auftakt des Prozesses widersprochen.
Hintergrund waren schwerwiegende Anschuldigungen, die laut einem Bericht des „Spiegel“ in internen Notizen von Christina Block auftauchten. Demnach wurden unbelegte Hinweise gestreut, wonach Blocks Ex-Mann Stephan Hensel sowie Anwalt Gerd Uecker in sexuelle Übergriffe auf Kinder verwickelt gewesen seien. Uecker sieht darin eine gezielte Falschbehauptung und kündigte in einem Telefonat mit t-online im Juli Konsequenzen an.
Die „Bild“ zitiert nun aus der Strafanzeige, eine zweite Quelle liegt bislang nicht vor. Dem Bericht der Zeitung zufolge zeigt die Anzeige detailliert auf, wie Delling mutmaßlich in Gesprächen und Textnachrichten mit Journalisten und dem Anwalt der Block-Familie mehrfach die Behauptung aufgestellt haben soll, Hensel und sein Anwalt seien im Besitz von Kinderpornos.
Demnach habe Delling am 3. Januar 2024 seiner Tochter Katharina per Textnachricht geschrieben, es gehe darum, „dass die Kinderpornostory um ihn und seinen Anwalt publik wird“. Um dies zu erreichen, seien Anrufe beim LKA erforderlich.
Weiter soll es in der Anzeige heißen, Delling habe seiner Tochter mitgeteilt, er habe den Hinweis bereits NDR-Reportern gegeben. Am selben Tag soll er zudem den Rechtsanwalt der Block-Familie per Chat gebeten haben, gemeinsam Hamburgs Innensenator Andy Grote über die Vorwürfe gegen Hensel zu informieren. „Dann kommt da Bewegung rein“, soll Delling geschrieben haben.














