Im Winter richtig schützen
So übersteht Ihre Autobatterie die Kälte
Aktualisiert am 07.11.2026 – 08:17 UhrLesedauer: 5 Min.
Die Batterie ist eine der größten Schwachstellen beim Auto – besonders im Winter. Neben mangelnder Wartung gibt es aber noch einen weiteren Grund für Ausfälle.
Eine schlappe Autobatterie ist im Winter oft Ursache dafür, dass der Wagen erst gar nicht anspringt. Besonders ältere Starterbatterien schwächeln zuweilen bei niedrigen Temperaturen. Gerade dann braucht der Motor aber mehr Strom zum Starten, so der TÜV-Verband.
In der kalten Jahreszeit zeigt sich unmittelbar, welche Batterie noch über genügend Ladekapazität verfügt, wenn elektrische Verbraucher wie Licht, Gebläse, Scheibenwischer und diverse Heizungen gleichzeitig in Betrieb genommen werden. Nicht ohne Grund führt der ADAC defekte Batterien in seiner winterlichen Pannenstatistik ganz oben: Mehr als 40 Prozent aller Pannen sind auf tiefentladene oder defekte Starterbatterien zurückzuführen, heißt es vom Verband.
Bereits die erste Frostnacht mit Temperaturen unter null Grad Celsius kann für eine verschlissene Autobatterie die letzte sein. Die vielen Stromverbraucher in modernen Fahrzeugen mit neuester Technik sorgen dafür, dass die Batterie sehr schnell und häufig ge- und entladen wird. Das ist der Grund dafür, dass gegenwärtige Akkus meistens nur noch vier bis sechs Jahre halten. Wer dann noch nicht ausgetauscht hat, wird im Winter auch im wörtlichen Sinne kalt und oftmals ohne Vorwarnung erwischt.
Ladezustand der Autobatterie regelmäßig prüfen
Wenn Sie Ihr Auto winterfest machen, sollten Sie auf jeden Fall den Ladezustand Ihrer Batterie in der Werkstatt überprüfen lassen oder bei genügend Fachwissen selbst Hand anlegen: Die Spannung lässt sich mit einem Multimeter messen. Idealerweise liegt diese über 12,6 Volt. Darunter sollte die Batterie nachgeladen werden. Um sicherzugehen, dass Ihnen die Mitarbeiter nicht unnötig eine neue Batterie verkaufen, können Sie in einem kleinen Eigentest den Zustand überprüfen.
Parken Sie dafür Ihr Fahrzeug im Dunkeln mit eingeschaltetem Abblendlicht vor einer Hauswand und stellen den Motor ab. Wenn das Licht nach einigen Minuten schwächer wird oder zu Flackern anfängt, ist es ein Zeichen dafür, dass die Batterie nicht mehr in Ordnung ist. Das gilt besonders, wenn der Wagen anschließend Probleme beim Anlassen hat.
Wie lange halten Autobatterien?
In der Regel sollte eine Batterie im Auto nach spätestens fünf Jahren ausgetauscht werden. Billigprodukte machen meist weit früher schlapp. Allerdings können auch vom Hersteller empfohlene Qualitätsakkus frühzeitig kaputtgehen, wenn sie falsch behandelt werden. So kann bereits eine komplette Entladung – im Fachjargon als Tiefentladung bezeichnet – die Batterie nachhaltig schädigen. Dafür genügt es beispielsweise, wenn Sie über Nacht Ihr Fahrlicht haben brennen lassen. Das gilt im Übrigen auch, wenn etwa durch einen Defekt an der Lichtmaschine die Batterie ständig überladen wird.
Oberklasse-Fahrzeuge mit besonders üppiger Ausstattung sind entsprechend häufiger vom Spannungstief betroffen. „Moderne Autobatterien halten die Spannung bis zum Schluss. Oftmals ist dann ein Fehler wie der Zusammenbruch einer Akkuzelle oder die Entkopplung eines Akku-Pols für das Versagen verantwortlich“, heißt es vom vom TÜV Süd.
Stand-by beansprucht Autobatterie
Die Ursache sieht der Experte noch nicht einmal an den zahlreichen Stromverbrauchern in Fahrzeugen mit hohem Ausstattungsniveau. Stärkere Akkus und Lichtmaschinen sowie dickere Kabeldurchmesser gewährleisten heute stets ausreichend Spannung an den Abnehmern während der Fahrt. Das Problem beginnt vielmehr, sobald das Fahrzeug abgestellt und der Motor ausgestellt wird.














