Verkehrsklub ruft zu Spenden auf
ADAC warnt vor Engpass: Blutkonserven werden knapp
06.11.2026 – 11:38 UhrLesedauer: 2 Min.
Jeden Tag werden in Krankenhäusern Blutkonserven gebraucht, doch die Vorräte werden knapper. Der ADAC startet eine Blutspendeaktion.
Ein sinkendes Aufkommen an Blutspenden führt derzeit in mehreren Regionen Deutschlands zu Engpässen. „Wir sind jetzt unter der Grenze von 10.000 Konserven“, warnte ein Sprecher des Blutspendedienstes des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Thüringen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Bremen.
Bereits ab diesem Grenzwert wird die Belieferung der Kliniken eingeschränkt. Notfälle sind davon nicht betroffen. Unter Umständen müssen jedoch planbare Operationen verschoben werden. Hinzu kommt die anstehende Erkältungszeit in den Monaten November und Dezember. „Das bereitet uns auch ein bisschen Sorgen“, sagte der Sprecher weiter. Allein im Einzugsgebiet werden täglich etwa 3.000 Spenden benötigt, um die Versorgung zu sichern.
ADAC organisiert Blutspendeaktionen
Laut Statistiken des DRK werden etwa zwölf Prozent der gesamten Blutspenden in Deutschland für die Versorgung von Unfallopfern benötigt, darunter vor allem von Verkehrsunfallopfern.
Da Blut nicht künstlich hergestellt werden kann und nur begrenzt haltbar ist, sind die Kliniken auf regelmäßige Spenden angewiesen. Nach einem Infekt müssen Spender eine Woche beschwerdefrei sein, bei Fieber sogar vier Wochen.
Unter dem Motto „Blut spenden. Leben schenken“ organisiert der ADAC deshalb Blutspendeaktionen, um die Spendebereitschaft in Deutschland zu erhöhen und Erstspender zu erreichen. Der Verkehrsklub berichtet von hohen Teilnehmerzahlen.

Laboruntersuchung dient der Sicherheit der Blutprodukte
Vor jeder Blutentnahme werden die Spender ärztlich befragt und kurz untersucht. Dabei wird geprüft, ob sie an diesem Tag Blut spenden können. Anschließend wird jede Spende im Labor auf bestimmte Infektionskrankheiten wie Hepatitis und HIV untersucht.
Diese Tests dienen in erster Linie der Sicherheit der Blutprodukte für die Empfänger. Bei auffälligen Befunden werden die Spender informiert. Die Tests ersetzen jedoch keine allgemeine medizinische Vorsorgeuntersuchung.
Wer als Spender infrage kommt
Grundsätzlich können gesunde Erwachsene ab 18 Jahren und mit einem Mindestgewicht von 50 Kilogramm Blut spenden. Die Altersgrenzen und weiteren gesundheitlichen Voraussetzungen können je nach Blutspendedienst und persönlicher Spendengeschichte variieren. Nach bestimmten Impfungen, Auslandsaufenthalten oder Tätowierungen gelten zudem festgelegte Wartezeiten.














