Malek El Mala stiehlt seinem Bruder Said die Show. Es ist das fast perfekte Drehbuch für den 1. FC Köln, der weiter auf der Suche ist nach Antworten. Ein Kommentar zur Lage der Geißböcke.
Der 1. FC Köln hat am Sonntag mit dem 1:1 bei Union Berlin eine komplizierte Woche zwischen Bundesliga und DFB-Pokal ungeschlagen beendet. Das ist keine Selbstverständlichkeit für die Geißböcke. Und doch bleiben nach den zwei Remis in der Liga und dem Weiterkommen im Pokal mehr Fragen als Antworten.
In Köpenick wäre den Geißböcken fast das perfekte Drehbuch für den Abschluss der Englischen Woche gelungen. Nach einem frühen Rückstand war es ausgerechnet Malek El Mala gewesen, Saids großer Bruder, der den Ausgleich erzielte. Sein Tor-Debüt bei seinem Profi-Debüt. Wäre am Ende sogar noch der Sieg geglückt, es hätte schon jetzt einer der Momente der Saison werden können.
Warum spielte der FC ohne Not ohne jeden Mut?
Es blieb beim Konjunktiv. Wie so häufig in der bisherigen Saison. Der FC musste insgesamt anerkennen, dass er mal wieder eine Chance verpasst hatte. Wie in der Vorwoche gegen Schalke und trotz des berauschenden Kantersieges im Pokal unter der Woche. Gegen dasselbe Union, gegen das man fünf Tage später lange Zeit kein Bein auf den Boden bekam.
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Weil der FC einmal mehr jeden Mut vermissen ließ. In der Aufstellung, die Trainer René Wagner ohne jede Not defensiver und unkreativer umstellte. In der Spielart, die folglich in ihrer Ideen- und Harmlosigkeit lange Zeit fast vorhersehbar war. Und an dessen Ende wieder ein Ergebnis stand, bei dem der FC nicht zufrieden sein konnte.
Einfacher wird’s nicht
Es will dem FC in dieser Saison einfach nicht gelingen, Schwung aufzubauen. Bislang folgte konsequent auf jeden Sieg eine herbe Enttäuschung. Bislang stehen neun Punkte aus acht Spielen, obwohl die Geißböcke in sieben dieser acht Spiele ganz realistische Chancen hatten, Siege einzufahren.
Das dürfte in den kommenden Wochen ungleich schwieriger werden, wenn die Gegner Bayer Leverkusen und Bayern München heißen werden. Optimisten sagen: Dann kann der FC endlich mal überraschen. Realisten sagen: Einfacher wird’s in den kommenden Wochen sicher nicht. Zumindest gut, dass der FC jetzt nicht nur einen El Mala hat, sondern zwei.












