Union und SPD uneinig
Streit um Merz‘ Rentenpläne: Zahlen zeigen brisante Schieflage
25.10.2026 – 14:37 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Bundesregierung streitet über die Zukunft der abschlagsfreien Rente nach 45 Versicherungsjahren. Neue Zahlen zeigen nun, wie niedrig die Bezüge vieler Betroffener bereits heute sind. Dabei gibt es eine bedeutende Schieflage.
Neue Zahlen der Bundesregierung haben erhebliche Unterschiede bei den Renten von Männern und Frauen offengelegt. Demnach erhält jede vierte Frau, die nach 45 Versicherungsjahren abschlagsfrei vorzeitig in den Ruhestand gegangen ist, weniger als 1.200 Euro gesetzliche Rente. Bei Männern sind es nur rund fünf Prozent. Das geht aus einer Antwort auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor, über die das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) berichtet.
Bei denjenigen, die 2025 neu in diese Rentenart wechselten, fällt der Unterschied noch deutlicher aus: 28,2 Prozent der Frauen bekommen weniger als 1.200 Euro, bei den Männern sind es 6,9 Prozent. Dabei können neben regulären Beschäftigungszeiten auch Jahre der Kindererziehung und der Pflege von Angehörigen für den Rentenanspruch berücksichtigt werden.
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Union und SPD streiten über Frührente
Der Streit über die Zukunft der Rente sorgt in der schwarz-roten Koalition weiter für Spannungen. Die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission empfiehlt, die abschlagsfreie Frührente nach 45 Versicherungsjahren abzuschaffen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) unterstützt diesen Kurs, während sich in der SPD Widerstand regt.
Zuletzt hatte die CDU-Politikerin Gitta Connemann vorgeschlagen, künftig nur noch tatsächliche Arbeitsjahre für den Anspruch zu berücksichtigen. Damit könnten Kindererziehungs- und Pflegezeiten ihre bisherige Bedeutung verlieren. Die Unionsfraktion bestreitet allerdings, einen solchen Ausschluss grundsätzlich anzustreben.
Die rentenpolitische Sprecherin der Linken, Sarah Vollath, warnte gegenüber dem RND, dass vor allem Frauen und Beschäftigte in Ostdeutschland unter einer Abschaffung leiden könnten. Bundesarbeitsminister Alexander Schweitzer (SPD) setzt dagegen auf einen Kompromiss innerhalb der Koalition. Im Koalitionsvertrag hatten Union und SPD vereinbart, die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren grundsätzlich zu erhalten.















