Schwarz-Rot in der Krise
Mehrheit rechnet mit vorzeitigem Aus für Merz-Koalition
25.10.2026 – 08:42 UhrLesedauer: 1 Min.
Streit über die Reformen, den Haushalt sowie den Umgang mit der Linken und AfD setzt der Koalition schwer zu. Bei den Wählern schwindet das Vertrauen in den Fortbestand des Bündnisses.
Nur knapp jeder vierte Deutsche glaubt einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov zufolge noch daran, dass die Koalition von Union und SPD bis zur nächsten Bundestagswahl Anfang 2029 bestehen bleibt. In der Befragung von 2.202 Wahlberechtigten im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur zeigten sich 23 Prozent überzeugt davon, dass das von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) geführte Bündnis die volle Legislaturperiode bestehen bleibt.
13 Prozent meinen dagegen, die Koalition werde noch in diesem Jahr zerbrechen. 44 Prozent der Befragten rechnen damit, dass sie in den beiden folgenden Jahren vorzeitig beendet wird. 20 Prozent machten keine Angaben.
53 Prozent der Unions-Wähler erwarten vorzeitiges Aus
Auch unter den Wähler der Koalitionsparteien schwindet das Vertrauen in den Zusammenhalt der Regierung. Von den Unions-Anhängern rechnen 53 Prozent mit einem vorzeitigen Bruch im Vergleich zu 32 Prozent, die von einem Bestand der Koalition bis 2029 ausgehen. Bei den SPD-Wählern sind es 46 zu 34 Prozent.
Seit den Landtagswahlen im September mit dramatischen Verlusten für Union und SPD und deutlichen Gewinnen der AfD steckt die Koalition in der Krise. Differenzen beim Reformpaket und im Umgang mit Linken und AfD machen dem Bündnis schwer zu schaffen.














