Hape Kerkeling
„Das ist verfassungsfeindlich, durch und durch“
Aktualisiert am 21.10.2026 – 11:57 UhrLesedauer: 2 Min.
Er setzt sich unerbittlich für die freiheitliche Demokratie in Deutschland ein. Hape Kerkeling sagt klipp und klar: Es braucht Mut, damit sich die Geschichte nicht wiederholt.
Komiker Hape Kerkeling hat die Menschen zu mehr Hoffnung, Mut und Optimismus aufgerufen. Eine starke Gesellschaft beuge sich nicht der Angst. Sie habe „Hoffnung, sie sieht in der Vielfalt eine Stärke, sie schützt die Schwachen. Sie sät unermüdlich Zuversicht und geht mutig voran“, sagte Kerkeling am Dienstag bei der Verleihung des Talisman-Preises in der Paulskirche in Frankfurt am Main.
Rechtspopulisten versuchten, an die Macht zu kommen. „Jede Diktatur nährt sich von Schwarzmalern und Spaltern. Von Menschen, die keine Zukunft versprechen, sondern nur Feinde“, sagte Kerkeling. Und weiter: „Im Moment stacheln sich die AfD, die der Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch einstuft, und ihre radikalsten Anhänger gegenseitig auf.“
Sie greifen nach den Worten von Kerkeling auf „Gossenjargon“ zurück. „An diesen Ton dürfen wir uns niemals gewöhnen. […] Das ist verfassungsfeindlich, durch und durch“, sagte der 61-Jährige. So habe Faschismus angefangen. „Der Hass hatte in unserer Geschichte einen Platz, und genau deshalb darf er in unserer Zukunft keinen mehr haben.“ Wer damals gesagt habe, es werde schon nicht so schlimm, der habe sich tödlich geirrt, sagte Kerkeling. „Wer heute sagt, es ist eh alles verloren, der irrt genauso.“
Hape Kerkeling: „Bleiben Sie mutig“
Kerkeling appelliert an die Bürgerinnen und Bürger: „Bleiben Sie mutig und lassen Sie uns dafür sorgen, dass Geschichte sich nicht wiederholt und es nicht so schlimm wird.“ Zuletzt machte Kerkeling Schlagzeilen, weil sich Menschen in einer Petition für ihn als Bundespräsidenten ausgesprochen haben.
In diesem Jahr zeichnete die Deutschlandstiftung Integration (DSI) fünf Persönlichkeiten aus der Kommunalpolitik mit dem Talisman-Preis aus. Sie werden für ihr gesellschaftliches Engagement geehrt. Die Preisträgerinnen und Preisträger sind Henriette Reker, ehemalige Oberbürgermeisterin von Köln, Yannick Bares, Ortsbürgermeister von Rhaunen in Rheinland-Pfalz, Maria Helmis-Arend, Bürgermeisterin der Stadt Köln, Onyeka Oshionwu, gewählte Oberbürgermeisterin der Stadt Göttingen, die ihr Amt am 1. November 2026 antritt, sowie Stephanie Rikl, Bürgermeisterin in Ostritz in Sachsen.














