Luftraum gesperrt
Drohnenvorfall: SunExpress-Boeing nach Köln/Bonn umgeleitet
13.10.2026 – 18:54 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein vermeintlicher Sicherheitsvorfall zwingt das Flugzeug von SunExpress, die Landung abzubrechen. Die Boeing 737 fliegt auf niedriger Höhe weiter.
Ein Flugzeug der deutsch-türkischen Airline SunExpress hat wegen eines vermeintlichen Sicherheitsvorfalls den Landeanflug auf den Flughafen Nürnberg abgebrochen. Die Boeing 737 befand sich bereits im Sinkflug, als die Crew kurzfristig den Kurs änderte und den Flughafen Köln/Bonn ansteuerte. Kurz zuvor waren am Flughafen Albrecht Dürer in Nürnberg mehrere Drohnensichtungen gemeldet worden.
Der Luftraum wurde daraufhin durch die zuständige Bundespolizei zeitweise gesperrt. Betroffen war davon auch der SunExpress-Flug XQ166, wie eine Sprecherin der Airline auf Anfrage der Kölner Redaktion von t-online bestätigte. „Der Flug XQ166 wurde nach Köln/Bonn umgeleitet, weil eine Landung in Nürnberg vorübergehend nicht möglich war“, sagte sie auf Anfrage. Die Maschine musste mitten in der Nacht in Köln landen.
Flughafen Köln/Bonn: Boeing 737 nach Drohnenvorfall umgeleitet
Das Flugzeug war zunächst am Montagabend (12. Oktober) gegen kurz vor 23 Uhr am Flughafen im türkischen Antalya gestartet und hatte Kurs auf Nürnberg genommen. Die Boeing 737 erreichte dabei eine Flughöhe von etwas mehr als 10.000 Meter. Das zeigen Aufzeichnungen des Flugdatendienstes „Flightradar24“. Gegen kurz vor 2 Uhr ging die Maschine in den Landeanflug in Nürnberg.
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Dort kreiste die Maschine zunächst in der Nähe des Flughafens, bevor der Flieger aus einer Höhe von rund 2.500 Metern wieder aufstieg und auf rund 6.000 Metern Höhe Kurs in Richtung Köln und Nordrhein-Westfalen nahm. Dort landete die Maschine gegen kurz vor 3 Uhr ohne weitere Probleme. Wie in Nürnberg sind auch in Köln Landungen während der Nacht erlaubt.
SunExpress: Flugzeug stoppt Landeanflug in Nürnberg – Luftraum gesperrt
In Nürnberg konnte die Polizei unterdessen keine Drohnensichtungen nachvollziehen, der Luftraum wurde kurz danach wieder geöffnet. Die SunExpress-Boeing wartete zunächst in Köln und flog am frühen Morgen wieder zurück nach Nürnberg. Dort landete das Flugzeug gegen 7.30 Uhr. Es bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Passagiere an Bord der Maschine.
Wenige Stunden später kam es in Nürnberg erneut zu einer Sperrung des Luftraums, nachdem ein Flug der türkischen Fluggesellschaft Corendon Airlines einen Notfallcode für eine Flugzeugentführung gefunkt hatte. Eurofighter der Luftwaffe stiegen daraufhin auf, gaben aber wenig später Entwarnung. Auslöser für den Notfallcode war offenbar ein defektes Funkgerät an Bord der Maschine.
Flugzeugentführung gemeldet: Eurofighter fangen Corendon-Boeing ab
Der international gültige Notfallcode 7500 wird nur in seltenen Fällen gefunkt, wenn Flugzeuge tatsächlich in eine Entführung verwickelt werden. Er soll den Piloten die Möglichkeit geben, vor Gefahren zu warnen. Die Luftverkehrskontrolle leitet im Anschluss häufig entsprechende Notfallmaßnahmen ein.
Deutlich häufiger wird der Code 7700 gefunkt, auch er ist international erkannt. Der Code steht für eine sogenannte Luftnotlage, beispielsweise durch einen medizinischen Notfall an Bord der Maschine. Auch technische Probleme können Auslöser für eine entsprechende Meldung sein. Die Piloten entscheiden sich je nach Situation im Anschluss meist für eine Sicherheits- oder Notlandung.














