Mitarbeiter quittieren Dienst
Eklat um Wiener Traditionslokal
10.10.2026 – 10:03 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Traditionslokal in Wien macht seine Pforten dicht. Zuvor soll es zu unschönen Szenen gekommen sein. Ein Anwalt dementiert.
Das Kultlokal „Café Engländer“ in Wien hat übereinstimmenden Medienberichten zufolge seit Donnerstag geschlossen – weil offenbar das gesamte Personal keine Lust mehr gehabt habe, dort zu arbeiten. Dem soll ein Eklat vorausgegangen sein, über den zuerst die österreichische Tageszeitung „Kurier“ berichtet hatte.
Dem „Kurier“-Bericht zufolge soll es am Montag zu dem Vorfall gekommen sein, den auch Gäste des Lokals mitbekommen haben sollen. Der neue Eigentümer soll gegenüber seiner Belegschaft laut und cholerisch aufgetreten sein. Die rund 20 Mitarbeiter habe der Auftritt derart empört, dass sie sich geschlossen entschieden hätten, ihren Dienst zu quittieren. „Unter jemandem, der so mit uns umgeht, wollen wir nicht arbeiten“, erklärten sie dem „Kurier“. Ein Kellner bestätigte die Schilderungen auf Nachfrage der österreichischen Tageszeitung „Standard“.
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Zank um Lokal in Wien: Anwalt dementiert Berichte
Der Großgastronom, der Berichten zufolge für seinen harten Führungsstil bekannt sein soll, wies die Vorwürfe über seinen Anwalt zurück. Es habe lediglich eine Begehung der Räumlichkeiten mit einigen führenden Mitarbeitern gegeben. Dabei hätten keine Diskussionen im Beisein von Gästen stattgefunden. Lediglich im Hinterhof habe es ein Gespräch mit dem Restaurantleiter gegeben, in dem auf den „einer Gastronomie-Ikone wie dem Café Engländer unwürdigen“ Zustand des Lagers hingewiesen worden sei, zitierte der „Kurier“ den Anwalt.
Die Wiener Arbeiterkammer äußerte sich laut ORF enttäuscht über den Vorfall: „Schade, dass der neue Besitzer offenbar die Belegschaft vergrault, die in den letzten Monaten den Betrieb (…) aufrechterhalten hat“, hieß es.
Österreich: Lokal wechselt Betreiber – ohne Mitarbeiter
Das Kultlokal befindet sich in turbulenten Zeiten: Anfang August war nach dem Tod des bisherigen Betreibers Christian Wukonigg ein Insolvenzverfahren eröffnet worden. Mit der Übernahme durch den neuen Betreiber hätten die Verträge der Mitarbeiter ohnehin in absehbarer Zukunft enden sollen.
Der „Standard“ berichtete, eigentlich hätte der Betrieb des Lokals noch bis Mitte Oktober aufrechterhalten werden sollen. Am Mittwochnachmittag seien die Mitarbeiter allerdings darüber informiert worden, dass das Café bereits am nächsten Tag schließen werde. Insider gehen dem Bericht zufolge von größeren Umbauarbeiten und einer mehrwöchigen Schließung aus, bevor das Lokal wiedereröffnet werden könne – dann mit neuen Mitarbeitern.














