2026 war nicht gerade das Jahr des Bitcoin. Doch seit Wochen verbessert sich die Situation. Daran ändert auch die Politik nichts.
Eigentlich sollte der 15. September den Durchbruch für den Kryptomarkt in den USA bringen. Der Antrag zur weiteren Beratung des Clarity Act scheiterte jedoch, sodass das Gesetz zwar nicht endgültig vom Tisch ist, eine Verabschiedung in diesem Jahr angesichts des engen Zeitplans und der bevorstehenden Zwischenwahlen aber schwieriger wird.
Washington war zuvor sogar noch auf die Kritiker zugegangen. Donald Trump stimmte einem großen Teil eines parteiübergreifenden Vorschlags für strengere Ethikregeln zu. Unter anderem sollten hochrangige Regierungsvertreter während ihrer Amtszeit keine digitalen Vermögenswerte herausgeben oder unterstützen dürfen. Auch eine Durchsetzung der Regeln durch die Generalstaatsanwälte der Bundesstaaten war vorgesehen.

Zur Person
Daniel Saurenz ist Gründer von Feingold Research und bietet mit seinem Team seinen seit 2010 etablierten Börsenbrief an. Sein Fokus liegt auf Vermögensaufbau und aktivem Trading an der Börse. Den Börsenbrief finden Sie auf feingoldresearch.de und auf instagram.com/saurenz_finance.
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Unsicherheit stört nur kurz
Für Anleger ist vor allem der Kern des Gesetzes relevant. Der Clarity Act soll klare Zuständigkeiten für digitale Vermögenswerte schaffen und damit die Abgrenzung zwischen der Securities and Exchange Commission (SEC) und der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) regeln. Genau diese Zuständigkeiten führen bislang immer wieder zu Unsicherheit bei Unternehmen und Investoren. Der gescheiterte Vorstoß verlängert diese Phase der regulatorischen Unklarheit und bewirkte kurzzeitig einen Rückgang beim Bitcoin. „Die Unsicherheit verführte einige Anleger dazu, Short-Positionen neu einzugehen“, so Andreas Lipkow von CMC Markets.
Bitcoin
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Okt ’25Jan ’26Apr ’26Jul ’26
Eine dauerhafte gesetzliche Regelung würde Unternehmen und Investoren mehr Planungssicherheit geben. Gleichzeitig arbeiten SEC und CFTC, die beiden wichtigsten Finanzaufsichtsbehörden der US-Bundesregierung, bereits innerhalb ihrer bestehenden Kompetenzen an Vorgaben für digitale Vermögenswerte. Diese Maßnahmen können die Lücke teilweise schließen, ersetzen aber keinen umfassenden gesetzlichen Rahmen. Für den Clarity Act wird die Zeit bis zum Ende der laufenden Kongressperiode nun eng. Scheitert eine Einigung, liegt der Ball ab Januar beim neu zusammengesetzten Kongress, und ein neuer Anlauf hängt dann auch von den Mehrheiten nach den Zwischenwahlen ab.
Rückgang von kurzer Dauer
Der Bitcoin reagierte nach der Abstimmung zwar mit einem Rückgang, der negative Einfluss des Gesetzes auf die Kryptowährung fiel jedoch kleiner aus, als es die Schlagzeilen vermuten lassen. Das Bitcoin-Netzwerk funktioniert unabhängig von der US-Gesetzgebung. Für den Kurs bleiben vor allem Liquidität, Zinsen, ETF-Zuflüsse und die allgemeine Risikobereitschaft an den Finanzmärkten entscheidend.














