Auf dem Pariser Autosalon
270 PS und Heckantrieb: Renault belebt den R8 Gordini neu
24.09.2026 – 11:33 UhrLesedauer: 3 Min.
Lange vor der GTI-Ära machte Renault aus einer kleinen Familienlimousine einen Sportwagen. Mehr als 60 Jahre später greift der Hersteller die Idee des R8 Gordini wieder auf.
Klein, kantig und mit dem Motor im Heck: Der Renault 8 war in den 1960er-Jahren zunächst eine Familienlimousine unter vielen. Doch 1964 machte Renault daraus gemeinsam mit dem Motorenspezialisten Amédée Gordini einen Sportwagen. Der R8 Gordini bekam mehr Leistung, die auffällige blaue Lackierung mit zwei weißen Streifen und machte sich nicht zuletzt bei Rallyes und im eigenen Markenpokal einen Namen.

Mehr als 60 Jahre später greift Renault dieses Modell wieder auf. Renault hat den Wagen komplett im eigenen Designstudio entwickelt und zeigt ihn im Oktober auf dem Pariser Autosalon. Dabei beschränkt sich die Neuinterpretation nicht auf blaue Farbe und weiße Streifen. Renault übernimmt die eckigen Radhäuser, die vertiefte Linie entlang der Flanke und das Lüftungsgitter am Heck. Auch die sechs runden Leuchten an der Front spielen auf frühere Rallye-Versionen an. Die beiden weißen Gordini-Streifen ziehen sich bis in den Innenraum.
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Die Proportionen haben mit der Limousine von damals dagegen nur noch wenig zu tun, stattdessen handelt es sich nun um ein Coupé. Das Concept Car ist 4,12 Meter lang, 1,88 Meter breit und 1,27 Meter hoch. Vorn stehen 19-Zoll-Räder in den Radhäusern, hinten sind es 20 Zoll. Die breitere Spur und die flache Karosserie rücken den Wagen optisch näher an ein modernes Rallyeauto als an eine Familienlimousine der 1960er-Jahre.
Weniger ist mehr im Innenraum
Auch im Innenraum setzt Renault auf Reduktion. Es gibt nur zwei Schalensitze, große Flächen aus gebürstetem Aluminium und mehrere digitale Rundinstrumente. Die Designer sprechen dabei von einer „Café-Racer“-Idee. Der Begriff stammt aus der Motorradszene und beschreibt den Ansatz, ältere Maschinen zu vereinfachen, Überflüssiges zu entfernen und technische Elemente stärker sichtbar zu machen. Beim R8 Gordini betrifft das unter anderem die Gestaltung des Armaturenbretts und die reduzierte Zahl an Bedienelementen.

Technisch bleibt Renault ebenfalls beim Grundprinzip des historischen R8. Der Motor sitzt im Heck und treibt die Hinterräder an. Statt eines Vierzylinders arbeitet dort allerdings ein Elektromotor. Renault nennt 270 PS als Leistung.














