So geht es weiter
Zwei Versicherer schließen sich zusammen
18.09.2026 – 14:31 UhrLesedauer: 1 Min.
Die Ostangler Brandgilde und die Schwarzwälder Versicherung fusionieren. Was das für die Kunden bedeutet.
Sie sitzen in entgegengesetzten Ecken von Deutschland, doch künftig agieren sie unter einem Dach: Die Ostangler Brandgilde aus Kappeln (Schleswig-Holstein) und die Schwarzwälder Versicherung haben sich zusammengeschlossen. Das teilten beide Unternehmen in dieser Woche mit.
Beide Versicherer hatten bereits in der Vergangenheit eng zusammengearbeitet. Mit der Fusion sollen nun auch Verwaltungsprozesse und Strukturen zusammengeführt und besser untereinander abgestimmt werden, heißt es in einer Mitteilung. Für die Kunden soll sich hingegen nichts ändern – alle bestehenden Verträge sollen ihre Gültigkeit behalten.
Für die Ostangler Brandgilde ist es bereits die zweite Fusion innerhalb von zwei Jahren. Im vergangenen Jahr hatte der Versicherungsverein aus der Nähe von Flensburg bekannt gegeben, die Landesschadenshilfe aus Bad Fallingbostel (Niedersachsen) übernehmen zu wollen.
Die Landesschadenhilfe agiert seit der Übernahme als sogenannter Assekuradeur im Unternehmen. Das bedeutet: Sie betreut die Kunden, verwaltet die Verträge und reguliert die Schäden. Das finanzielle Risiko trägt allerdings der dahinterstehende Versicherer, sprich die Ostangler Brandgilde. Das gleiche Modell ist auch für die Schwarzwälder Versicherung angedacht, die unter ihrem Namen weiter präsent bleiben wird.
Jens-Uwe Rohwer, Vorstandsvorsitzender der Ostangler Brandgilde, sieht den Versicherer durch den Zusammenschluss gestärkt. Dies sei primär im Hinblick auf ein schwieriges Marktumfeld wichtig. So musste die Versicherung deutlich mehr Geld für die Schadensregulierung zahlen. Ursache hierfür sind nicht mehr Schäden, sondern die gestiegenen Reparaturkosten, bedingt durch höhere Handwerkerlöhne und Materialkosten. So haben sich etwa die Kosten für Abbruch- und Aufräumarbeiten teils mehr als verdoppelt.















