„Vielleicht anders als früher“
Nach Sternbrücken-Aus: Kult-Club startet Hilferuf
17.09.2026 – 09:31 UhrLesedauer: 2 Min.
Über Hamburgs neuer Sternbrücke rollen wieder Züge. Unter dem neuen Stahlkoloss hat sich indes einiges verändert: die Clubszene nämlich. Eine Bar meldet sich jetzt mit einem Hilferuf.
Der Auszug war seinerzeit unausweichlich: Wegen des Neubaus der Sternbrücke mussten vor etwa drei Jahren mehrere beliebte Hamburger Clubs ihre angestammten Räumlichkeiten aufgeben. Während das „Fundbureau“ und die „Beat Boutique“ inzwischen in den Kasematten nahe den Deichtorhallen eine neue Heimat gefunden haben, ist die „Astra Stube“ bis heute ohne festen Standort. Der Club wendet sich deshalb mit einem Hilferuf an seine Gäste.
Auf der Plattform „Gofundme“ sammeln sie seit Mitte dieser Woche nun Spenden. Denn der Verein muss finanzielle Verpflichtungen begleichen – darunter Rückzahlungen aus der Corona-Zeit, informieren sie. Die Verantwortlichen wollen es sich nicht einfach machen und teilen mit: „Wir könnten jetzt sagen: Das war’s. Insolvenz. Licht aus. Ende. Aber das wollen wir nicht.“ Sie möchten das Geld zurückzahlen, das Menschen und Stellen eben zustünde.

Betreiber von „Astra Stube“ starten Hilferuf
Und so starteten sie den Aufruf. Das Ziel: 9.000 Euro. Mit Stand von Donnerstagmorgen sind etwas weniger als die Hälfte zusammengekommen. „Wenn die Astra Stube auch nur ein kleiner Teil deiner Geschichte ist, dann hilf uns jetzt, ihre Geschichte weiterzuschreiben“, schreiben die Betreiber, denen es nach eigener Aussage schwerfällt, um Hilfe zu bitten. Aber dieses Mal würden sie es nicht alleine schaffen.
- Umstrittenes Bauprojekt: Erste Züge rollen über die neue „Monsterbrücke“
Die Verantwortlichen zeigen sich in dem langen Beitrag emotional. Sie erinnern dabei unter anderem an die alten Zeiten: „Die Astra Stube war nie einfach nur ein Club. Sie war ein Ort für Bands, die anderswo vielleicht noch keiner auf dem Zettel hatte. Für Menschen, die Musik nicht als Produkt betrachten.“ Für laute, schräge, wunderschöne Abende, schreiben die Verantwortlichen weiter. Der Club öffnete unter der Sternbrücke 1999.
Doch die Betreiber blicken auch in die Zukunft. Für sie ist klar: Sie wollen zurückkommen mit der „Astra Stube“. So hoffen sie auf ein neues Kapitel 2029/2030. Dass es den Club dann wieder unter der Sternbrücke geben wird, ist offen: „Vielleicht nicht am selben Ort. Vielleicht anders als früher. Aber wieder laut“, schreiben sie.















