Wenn Sie gerade eine schwere Erkrankung mit Fieber haben, sollten Sie die Gürtelrose-Impfung (wie alle anderen Impfungen auch) auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. Wer nur einen leichten Infekt hat, kann sich aber bedenkenlos impfen lassen.
Schwangere sollten sich vorsichtshalber nicht gegen Gürtelrose impfen lassen. Denn bislang ist nicht bekannt, wie sich die Verabreichung des Herpes-Zoster-Totimpfstoffs in der Schwangerschaft auswirkt.
Wer trägt die Kosten der Gürtelrose-Impfung?
Seit dem 1. Mai 2019 ist die Impfung mit dem Herpes-Zoster-Totimpfstoff eine Pflichtleistung der gesetzlichen Krankenkassen. Das bedeutet: Wer gesetzlich krankenversichert ist und zu den Personen gehört, denen die Stiko die Gürtelrose-Impfung empfiehlt, muss die Kosten dafür nicht selbst tragen. Und auch die meisten privaten Krankenversicherungen übernehmen die Kosten der empfohlenen Impfung.
Hat die Gürtelrose-Impfung Nebenwirkungen?
Wer sich mit dem Herpes-Zoster-Totimpfstoff impfen lässt, muss keine schweren Nebenwirkungen befürchten. Allerdings kommt es nach etwa jeder zehnten Gürtelrose-Impfung zu Impfreaktionen in Form von
- örtlichen Reaktionen (wie Rötung, Schwellung oder Schmerzen an der Einstichstelle) und
- allgemeinen Reaktionen (wie Kopfschmerzen, Müdigkeit, Fieber oder Muskelschmerzen).
Solche Impfreaktionen treten in den ersten drei Tagen nach der Gürtelrose-Impfung auf und verschwinden nach ein bis drei Tagen wieder von allein. Sie sind ein Zeichen dafür, dass der Totimpfstoff die körpereigene Abwehr erfolgreich angeregt hat.
Wie gut schützt die Gürtelrose-Impfung?
Die Gürtelrose-Impfung mit dem Totimpfstoff bietet einen hohen Schutz vor der Erkrankung selbst und den oft damit verbundenen hartnäckigen Nervenschmerzen (mehr über diese Post-Zoster-Neuralgie können Sie hier nachlesen). Bei Menschen ab 50 Jahren verhindert die zweimalige Impfung:
- zu 92 Prozent die Gürtelrose und
- zu 82 Prozent die Post-Zoster-Neuralgie.
Zwar schwächt sich die Wirkung der Gürtelrose-Impfung mit zunehmendem Alter leicht ab. Doch auch bei Menschen, die 70 Jahre oder älter sind, beträgt der Schutz immerhin noch 90 Prozent – das ist mehr als bei vielen anderen zugelassenen Impfstoffen.
Gut zu wissen
Gürtelrose kann mehrfach auftreten. Die Impfung ist also auch für Menschen sinnvoll, die sie schon einmal durchgemacht haben. Zur Behandlung einer akuten Erkrankung ist der Impfstoff aber nicht geeignet. Darum gilt: erst impfen lassen, wenn die Gürtelrose vollständig abgeklungen ist.















