Browser-Update
Google schließt 230 Sicherheitslücken in Chrome
09.09.2026 – 16:49 UhrLesedauer: 2 Min.
Google hat eine neue Chrome-Version veröffentlicht. Sie schließt eine Lücke, die bereits angegriffen wird. Zugleich ändert sich der Takt künftiger Updates.
Google hat für seinen Browser Chrome ein Update veröffentlicht, das 230 Sicherheitslücken schließt. Eine dieser Lücken wird nach Angaben des Unternehmens bereits ausgenutzt. Mit derselben Ausgabe stellt Google auch den Rhythmus um, in dem neue Chrome-Versionen erscheinen.
Die betroffene Stelle sitzt in dem Teil des Browsers, der die Programme auf Webseiten ausführt. Eigens dafür gebaute Seiten können den Fehler auslösen. Google stuft ihn selbst nur als mittelschwer ein, teilt aber mit, dass ein Angriffswerkzeug dafür existiert. Fünf weitere Lücken gelten als kritisch.
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Die Version 153 wird bereits für Windows, macOS und Linux verteilt, unter Android soll sie in den kommenden Tagen über den Play Store ankommen. Google liefert das Update gestaffelt aus, es erreicht also nicht alle Geräte gleichzeitig. Welche Version installiert ist, lässt sich über das Menü mit den drei Punkten unter „Hilfe“ und „Über Google Chrome“ prüfen. Nach dem Herunterladen muss der Browser lediglich neu gestartet werden.
Neue Versionen künftig alle zwei Wochen
Seit 2021 erschien in der Regel alle vier Wochen eine neue Hauptversion von Chrome, seit 2023 kommen zusätzlich wöchentliche Sicherheitsupdates hinzu. Von Version 153 an gibt Google nun alle zwei Wochen eine neue stabile Ausgabe und eine neue Testversion frei, und zwar für Computer, Android und iOS. Die wöchentlichen Sicherheitsupdates bleiben bestehen.
Im Entwicklerblog begründet das Unternehmen den Schritt damit, dass Nutzer und Entwickler schneller an Fehlerkorrekturen und neue Funktionen kommen sollten. Die einzelnen Versionen fielen kleiner aus, das verringere Störungen und erleichtere die Fehlersuche. Zugleich verkürze sich die Zeit zwischen dem Schließen einer Lücke im Quellcode und der Auslieferung. Google verweist außerdem auf die steigende Zahl von Fehlern, die automatisiert oder von Sicherheitsforschern gemeldet werden.
Für Nutzer ändert sich an der Bedienung zunächst wenig. Webseiten können künftig allerdings gezielt nur den Zugriff entweder auf die Kamera oder auf das Mikrofon anfordern, statt wie bisher meist beides zugleich. Die Abfrage steuert dann der Browser, sie erscheint erst nach einem bewussten Klick.













