Polizei findet weitere Sprengvorrichtungen
Strom-Sabotage in Deutschland: Neues Bekennerschreiben aufgetaucht
Aktualisiert am 08.09.2026 – 12:06 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Sabotageversuche am deutschen Stromnetz halten die Polizei weiterhin auf Trab. Jetzt meldet sich der mutmaßliche Täter wohl mit einem neuen Bekennerschreiben.
Die Polizei hat in NRW ein weiteres Bekennerschreiben zu den Sabotageaktionen an den deutschen Umspannwerken gefunden. Gleichzeitig teilte die Behörde am Dienstag mit, dass der konkrete Inhalt des Schreibens zurzeit nicht öffentlich gemacht werden könne. Die Polizei argumentiert mit ermittlungstaktischen Gründen.
Das Schreiben war demnach nach dem Fund mehrerer Sprengvorrichtungen in der Nähe eines Kraftwerks bei Aachen aufgetaucht. Die Polizei war am Montagnachmittag mit zahlreichen Kräften im Einsatz und sicherte Spuren.
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Mit den Sprengvorrichtungen sollte vermutlich ein Kurzschluss herbeigeführt werden. Um die Abschussvorrichtungen unschädlich zu machen, rückte zudem ein Entschärfer aus dem Landeskriminalamt an.
Polizei sucht Daniel V.: „Vielleicht etwas mit Pyrotechnik“
Die Polizei fahndet im Kontext der Sabotageversuche nach einem 48-jährigen Mann aus Gevelsberg. Bereits in der vergangenen Woche bekannte sich Daniel V. in einem Schreiben zu den Aktionen und führte zur Begründung den Klimawandel und die fortdauernde Nutzung von fossilen Brennstoffen an.
Er soll an mehreren Orten in Brandenburg und NRW versucht haben, mit selbstgebauten Raketen einen dünnen Draht über die Hochspannungsleitungen zu schießen. In Bergheim westlich von Köln wurden dadurch mehrere Blöcke eines Kraftwerks lahmgelegt, zu Stromausfällen kam es aber nicht. Die Suchaktion nach V. ist seit Tagen erfolglos.

Für die Behörden gilt V. als Ausnahmefall – so soll er das Bekennerschreiben mit einem Absender versehen und mit seinem vollen Namen unterschrieben haben, was überaus unüblich ist.
Trotz eines abgeschlossenen Medizinstudiums habe V. zuletzt als Gitarrenbauer gearbeitet und war wohl mit einem umgebauten US-Schulbus durch Europa und Deutschland unterwegs. Seine Mutter erklärte der „taz“, dass V. ein starkes Gerechtigkeitsempfinden habe. Außerdem sei er schon immer rebellisch gewesen.
Wie die „Westfalenpost“ berichtet, schrieb V. 1997 in seiner Abi-Zeitung bei der Prognose für die eigene Zukunft: „Zivi bei den Johannitern, vielleicht etwas mit Pyrotechnik.“













