Bericht: Schausteller-Verband boykottiert Wiesn-Rundgang
Der Streit um umgestaltete Figuren auf der Wiesn hat nun Folgen: Der Bundesverband der Schausteller und Marktkaufleute (BSM) will laut einem Bericht der „tz“ nicht am traditionellen Wiesn-Rundgang der Stadt teilnehmen. Hintergrund sind die Änderungen unter anderem am Teufelsrad und am „Happy Sailor“. In einem Schreiben an die Stadt spricht der Verband dem Bericht zufolge von „Zensur“ und „Zwangspinselei“ und kritisiert Eingriffe in die Gestaltung der Betriebe.
Die Stadt bedauert die Absage und betont, gerade bei kontroversen Themen seien Austausch und Kompromisse wichtig. Andere Schaustellerverbände, darunter der Deutsche Schaustellerbund und die Münchner Berufsverbände, wollen am Rundgang weiterhin teilnehmen. Der findet traditionell zwei Tage vor dem Start des Oktoberfests statt.
243 Schausteller und 182 Marktkaufleute
Nach Angaben der Stadt München wurden in diesem Jahr 243 Schaustellergeschäfte und 182 Marktkaufleute zum Oktoberfest zugelassen. Dazu kommen noch 41 Schaustellerbetriebe auf der Oiden Wiesn, dem traditionellen Teil des Volksfestes.
Donnerstag, 3. September 2026
Erste Wiesnbier-Probe bei bestem Wetter
Am Donnerstagmittag, 3.9., hat im Münchner Seehaus im Englischen Garten die erste Wiesnbier-Probe der Brauereien Paulaner und Hacker-Pschorr stattgefunden. Bei bestem Spätsommerwetter stellten die Brauer Christian Dahncke (Paulaner) und Max Mirlach (Hacker-Pschorr) ihre diesjährigen Festbiere vor. Keine leichte Aufgabe, wie Dahncke erklärt: „Das Oktoberfest-Bier zu brauen, ist die Champions League des Bierbrauens“.

Während das Hacker-Pschorr auch heuer wieder als dunkelstes der Wiesn-Biere gebraut wurde, hat das Paulaner eine sonnig-gelbe Farbe. Beide Biere haben einen Alkoholgehalt von 5,9 Prozent. In der Stammwürze verzeichnet das Hacker-Pschorr Oktoberfestbier 13,7 Prozent, das Paulaner 13,6.
Die große Bierprobe mit allen sechs Wiesnbieren findet am kommenden Donnerstag, 10. September im Löwenbräukeller statt.
Streit um Oide Wiesn: Musiker greift Kulturreferat an
Der Münchner Musiker und SPD-Stadtrat Roland Hefter ist sauer: Seine Band Isarrider darf 2026 nicht im Musikantenzelt der Oidn Wiesn auftreten. Nach Hefters Darstellung hängt die Absage mit einer negativen Bewertung durch das Kulturreferat zusammen. Die Band spiele zwar auf Bayerisch, werde aber wegen ihrer Rockmusik der Popularmusik und nicht der musikalischen Volkskultur zugerechnet. Hefter kritisiert eine aus seiner Sicht „ultrakonservative Haltung zur bayerischen musikalischen Volkskultur“.















