Anbieter eröffnet Preiskampf
Neue Altersvorsorge für null Euro
Aktualisiert am 21.08.2026 – 13:18 UhrLesedauer: 4 Min.

Im kommenden Jahr startet das neue staatlich geförderte Altersvorsorgedepot. Der Neobroker Scalable bringt sich schon jetzt mit einem gebührenfreien Angebot in Stellung.
Wenn am 1. Januar 2027 mit dem Altersvorsorgedepot der Nachfolger der Riester-Rente startet, steht vor allem eine Frage im Raum: Wird die neue staatlich geförderte Altersvorsorge ertragreicher als ihr Vorgänger, sodass Deutschlands Sparer mit ihr eine echte Zusatzrente aufbauen können? Entscheidend dafür sind insbesondere die Kosten der Angebote – und da setzt der Neobroker Scalable nun die Konkurrenz unter Druck.
Für die Standardversion des geförderten Altersvorsorgedepots will der Anbieter gar keine Gebühren verlangen. Scalable-Marketingchef Maximilian Meyer schreibt dazu auf der Plattform LinkedIn: „Der Bundestag beschloss eine Gebührenobergrenze von 1 Prozent für das neue Altersvorsorgedepot. Verbraucherschützer warnten, dass es immer noch viel zu hoch ist. Also haben wir es auf 0 Prozent gesetzt.“
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Weder für das Depot noch für die Ausführung von Sparplänen oder Käufen und Verkäufen von Wertpapieren sollen Sparer etwas zahlen müssen. Kosten entstehen lediglich innerhalb der ETFs, die Scalable in seiner Version des Standarddepots nutzen will. Diese laufenden ETF-Kosten sollen laut Scalable bei maximal 0,15 Prozent pro Jahr liegen. Im ersten Jahr will der Anbieter sie auf 0,00 Prozent senken.
ETFs im Altersvorsorgedepot empfehlenswert
Mit dem neuen Altersvorsorgedepot sollen Sparer staatlich gefördert in Fonds und ETFs investieren können. ETFs sind börsengehandelte Indexfonds, mit denen man auf einen Schlag in Tausende Unternehmen weltweit anlegen kann. Da ETFs lediglich Indizes wie zum Beispiel den Welt-Aktienindex MSCI World oder den deutschen Leitindex Dax nahezu eins zu eins nachbilden und daher ohne Fondsmanager auskommen, sind sie vergleichsweise günstig.
Auch Verbraucherschützer empfehlen ETFs für die Altersvorsorge – beispielsweise auf einen Index wie den MSCI All Countries World oder den FTSE All-World. Bei privaten ETF-Sparplänen ist beispielsweise ein ETF auf den MSCI All Countries World je nach Anbieter zu jährlichen Kosten von 0,12 bis 0,45 Prozent zu haben. Lesen Sie hier, wie ein ETF-Sparplan genau funktioniert.
Das Standarddepot ist als Angebot für Einsteiger gedacht, die sich noch nicht zutrauen, ein Altersvorsorgedepot selbst zu bestücken. Neben dem Kostendeckel von 1 Prozent für die jährlichen Effektivkosten gibt der Gesetzgeber vor, dass im Depot ein risikoarmer mit einem chancenorientierten Fonds kombiniert werden muss.
Gut zu wissen
Neben den Altersvorsorgedepots der privaten Anbieter soll es auch ein staatlich organisiertes Depot geben. Allerdings ist noch unklar, wen die Bundesregierung als öffentlichen Träger mit der Durchführung beauftragt. Dass dieses Depot pünktlich zum 1. Januar 2027 starten kann, wird also immer unwahrscheinlicher.














