Nach Kritik an Infantinos WM-Plan
Mitgliedsverband stellt sich gegen die Uefa
29.07.2026 – 15:21 UhrLesedauer: 2 Min.
Die WM-Pläne von Gianni Infantino lösen großen Unmut aus. Nun erhält der Fifa-Boss aber auch Zuspruch – ausgerechnet aus Europa.
Am späten Dienstagabend wurde bekannt, dass die Fifa eine tiefgreifende Umstrukturierung plant. Über die Gründung einer Tochtergesellschaft sollen WM-Anteile an Investoren verkauft werden. Dagegen regt sich in der ganzen Fußballwelt Widerstand, vor allem europäische Verbände wählten deutliche Worte. Der tschechische Verbandspräsident äußerte sich nun gegensätzlich.
„Natürlich brauchen wir noch mehr Details, aber meiner persönlichen Ansicht nach sind die positiven Auswirkungen der Absichten der Fifa erkennbar“, sagte David Trunda im Gespräch mit Sky News.
- Pläne des Fifa-Chefs: Davon sollte selbst Infantino überrascht sein
Der Fifa-Plan sieht eine enorme Ausschüttung an die 211 Mitgliedsverbände vor. Von derzeit acht Millionen US-Dollar pro Vierjahreszyklus würde der Betrag laut des Weltverbands zunächst auf 20 Millionen und bis 2035 auf bis zu 24 Millionen US-Dollar steigen. Dazu käme optional eine Einmalzahlung in Höhe von 20 Millionen US-Dollar.
Uefa nimmt deutliche Gegenposition zur Fifa ein
Generell steht Trunda dem Präsidenten des Weltverbands weniger kritisch gegenüber als andere Europäer: „Ich sehe die praktischen Vorteile für den tschechischen Fußball, die sich aus einer engen Zusammenarbeit mit Gianni Infantino und seinem Team ergeben.“ Er bewertete alle Fifa-Projekte, an denen er während seiner bisher knapp einjährigen Amtszeit beteiligt war, als „sehr positiv für die Entwicklung des europäischen Fußballs“.
Der tschechische Fußballverband positioniert sich damit deutlich anders als die Uefa. „Damit wird eine Grenze überschritten, die die für den Fußball verantwortlichen Institutionen niemals überschreiten dürften“, teilte der Kontinentalverband am Dienstagabend mit. Selbst ein europäischer Boykott der Fifa-Wettbewerbe soll zur Debatte stehen.














