„Reine Bestechung“
Neues Detail aus Infantino-Plan enthüllt
Aktualisiert am 29.07.2026 – 14:16 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Plan von Gianni Infantino löst mächtig Wirbel im Fußball aus. Jetzt sickert ein weiterer Teil daraus durch.
Fifa-Präsident Gianni Infantino stellt einem Bericht zufolge den nationalen Verbänden eine Rekordsumme in Aussicht – doch die Zeit für eine Entscheidung ist knapp bemessen. Mit einem Schreiben an die 211 Mitgliedsverbände, das unter anderem der englischen Zeitung „The Times“ vorliegt, hat Infantino die Bedingungen für seine kontrovers diskutierte Reform der Fußball-Weltmeisterschaft konkretisiert.
Demnach sollen die Verbände jeweils bis zu 40 Millionen US-Dollar (rund 35 Millionen Euro) erhalten, wenn sie dem Verkauf von Anteilen an private Investoren zustimmen. Für die Entscheidung bleibt ihnen nur ein Zeitfenster von 53 Tagen – bis zum 19. September müsse eine Rückmeldung erfolgen. Im Falle einer Ablehnung würde die Fördersumme für die kommende WM-Periode auf 2,7 Milliarden Dollar sinken, was pro Verband lediglich rund 10 Millionen Dollar (8,8 Millionen Euro) bedeuten würde.
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Die finanzielle Diskrepanz zwischen den beiden Optionen ist erheblich und hat bereits scharfe Kritik ausgelöst. Aus Kreisen der Gegner ist von „reiner Bestechung“ die Rede. Die fehlende Transparenz im Prozess stößt mehreren Vertretern auf. „Wir hatten keinerlei Kenntnis von diesem Vorschlag und verfügen über keine konkreten Details, darunter auch nicht darüber, worin der Vorschlag tatsächlich besteht und welche Bedingungen damit verbunden sind“, erklärte etwa der englische Verband FA in einem Statement.
Es braucht nur 106 Verbände
Der nord- und mittelamerikanische Kontinentalverband Concacaf und der asiatische Verband AFC zeigten sich irritiert: „Wir sind zutiefst besorgt über das Fehlen eines ordnungsgemäßen Verfahrens“, hieß es in einer Stellungnahme vonseiten des Concacaf beim englischen „Guardian“. Der in Kuala Lumpur ansässige Verband zeigte sich „enttäuscht“, dass „eine Angelegenheit von solcher Tragweite an die Öffentlichkeit gelangte, bevor der AFC-Familie die Gelegenheit gegeben wurde, diese über die geeigneten und etablierten Governance-Kanäle zu prüfen und zu erörtern“.
Die Fifa benötigt mindestens 106 Verbände, die den Plänen zustimmen, um bereits im kommenden Jahr deutlich mehr Geld an ihre Mitglieder auszuschütten. Dass Infantino diese Mehrheit erreicht, dürfte als sicher gelten – kürzlich hatten nach einem Bericht des „Guardian“ mehr als 200 Länder dem Präsidenten Unterstützung mit Blick auf dessen mögliche Wiederwahl im kommenden Jahr zugesichert. Der DFB zählte nicht dazu.















