„Ich bin gerade total fassungslos“
Attacke auf CSD: Hamburger Promis sind entsetzt
Aktualisiert am 26.07.2026 – 13:10 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Auto rast in Berlin in eine CSD-Menschenmenge – eine Frau stirbt, mehrere Menschen schweben in Lebensgefahr. Hamburger Promis und Aktivisten reagieren entsetzt.
Nachdem ein Auto in Berlin am Rande des CSD in eine Menschenmenge gefahren ist, zeigen viele Hamburger Promis ihre Bestürzung. Die Organisatoren des Hamburg Pride sprachen von einem „dunklen Tag für unsere Community und Gesellschaft“. Auf Instagram schrieben sie am Sonntagmorgen, dass sie für die eigene CSD-Demo, die am 1. August stattfinden soll, mit Polizei und Behörden in Verbindung stehen. „Wir werden natürlich kommunizieren, welche Maßnahmen ergriffen werden.“
Der queere Aktivist Aljosha Muttardi äußerte sich ebenfalls in den sozialen Netzwerken. „Ich bin gerade total fassungslos und weiß gar nicht, was ich fühlen oder sagen soll“, schrieb der 37-Jährige, der die Netflix-Show „Queer Eye Germany“ moderiert. Seine Gedanken seien bei allen Teilnehmern des CSD, bei den Opfern und deren Familien.
„Ich habe ehrlich gesagt gar keine richtigen Worte“
Auch Drag-Queen Olivia Jones trauert. Sie veröffentlichte am Mittag auf Instagram ein Bild mit den Hashtags #berlin #lovewins #unfollowhate und einem schwarzen Band an der oberen linken Ecke.
Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Instagram-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Instagram-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.
Der gebürtige Hamburger Nicolas Puschmann, der der Öffentlichkeit als erster „Prince Charming“ in der gleichnamigen Sendung bekannt wurde, schrieb auf Instagram: „Ich habe ehrlich gesagt gar keine richtigen Worte.“ Die LGBTQIA+-Community sei eine Gruppe von Menschen, die sich oft nichts sehnlicher wünsche, als gesehen, gehört und verstanden zu werden. Oder einfach nur einen Ort zu haben, an dem sie sich einen Moment lang zu Hause fühlen könne. „Und genau so ein Ort wurde gestern angegriffen. Das ist heftig.“ Er hoffe, dass bei all dem Hass nicht vergessen werde, dass es „auch noch ganz viele Menschen gibt, die nicht hassen.“
„Angriff auf die Grundfesten unserer Demokratie“
Die Fußballvereine in Hamburg äußern sich ebenfalls. Der FC St. Pauli stellt sich in einem Statement gegen jegliche Form von politisch oder religiös motiviertem Hass: „Hass auf die LGBTQI*-Community ist eine reale Bedrohung. Umso wichtiger ist es, wie bei allen Formen der Menschenfeindlichkeit, gemeinsam Haltung zu zeigen: queer oder nicht, mit Regenbogen-, Totenkopf- oder Progress-Pride-Flagge.“ Der HSV bewertet den Anschlag als einen „Angriff auf die Grundfesten unserer Demokratie und somit auf uns alle“.
Am Samstagabend war ein Auto in eine Menschenmenge auf dem Berliner CSD gefahren. Eine Frau starb. Weitere Menschen wurden verletzt, einige schwebten am Sonntagmorgen noch in Lebensgefahr. Die Polizei spricht vom „Verdacht eines Anschlags“.















