Oktober 5, 2026 2:23 p.m. CEST

„Das ist mehr als Geld“

Lange vergrabenes Buch bringt bei „Bares für Rares“ mehr als erwartet


Aktualisiert am 05.10.2026 – 12:58 UhrLesedauer: 2 Min.

Horst Lichter: Er moderiert die Sendung „Bares für Rares“. (Quelle: ZDF/Frank Hempel)

Eine „Bares für Rares“-Verkäuferin bringt ein über 400 Jahre altes Buch mit, das im Krieg im Garten vergraben wurde. Im Händlerraum beginnt das große Bieten.

Verkäuferin Jutta aus Weyhe kam mit einem besonderen Stück zu „Bares für Rares“: einem über 400 Jahre alten Kräuterbuch, das während des Kriegs im Garten vergraben wurde. Das Werk war seit vier Generationen in ihrer Familie und hat bei „Bares für Rares“ die Händler begeistert.

Nässe und Zeit hatten dem Buch zugesetzt. Experte Detlev Kümmel datierte das Sammelwerk über Heilkräuterlehre auf die Jahre 1610 bis 1614 und schätzte den Wert auf 1.000 bis 1.200 Euro. Im Händlerraum entwickelte sich daraus etwas mehr.

Zur Herkunft des Fundes erklärte Jutta, es sei während der Kriegszeiten im Garten vergraben worden, „dadurch hat es Nässe gekriegt“. Moderator Horst Lichter zeigte sich überzeugt, dass dem Buch nur noch mit fachkundiger Hilfe zu helfen sei: „Das braucht Hilfe, von einem Restaurator und Buchbinder.“ Kümmel riet dennoch zur aufwendigen Restaurierung: „Es würde sich lohnen, dieses Buch zu retten.“

„Hier bist du total verkehrt“

Auch im Händlerraum löste das Kräuterbuch Begeisterung aus. Händlerin Sarah Schreiber zeigte sich beeindruckt: „Ich bin wirklich baff. Ich habe schon viel Pharmazie gehabt, aber das ist selten.“ Die Gebote starteten bei 150 Euro, bevor Fabian Kahl bei 1.300 Euro den Zuschlag erhielt. Er erklärte: „Ich verspreche, es wird erhalten und ich werde es in meine Sammlung mit aufnehmen.“ Jutta reagierte gerührt: „Das ist mehr als Geld.“ Sie gestand zudem, beim ersten Gebot noch gedacht zu haben: „Hier bist du total verkehrt.“

Das Kräuterbuch geht auf eine sehr alte Vorlage zurück. Pedanius Dioscorides, der im ersten Jahrhundert als Heiler und Pharmakologe mit dem römischen Heer zog, hatte sein Wissen in sieben Büchern zusammengefasst. Spätere Gelehrte ergänzten das Werk, darunter Petrus Uffenbach, der es ins Deutsche übersetzte.

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