Großeinsatz in Aachen
17 Menschen wegen Magen-Darm-Beschwerden behandelt
01.08.2026 – 21:48 UhrLesedauer: 2 Min.
Bei einer Veranstaltung im Gehörlosenzentrum an der Talbotstraße erkranken mehrere Menschen. Feuerwehr und Rettungsdienst rückten mit einem Großaufgebot an.
Im Gehörlosenzentrum an der Talbotstraße in Aachen sind am Samstagnachmittag 17 Menschen bei einer Veranstaltung erkrankt. Feuerwehr und Rettungsdienst haben die Betroffenen medizinisch versorgt und in Krankenhäuser in Aachen und der Städteregion gebracht.
Wie die Feuerwehr mitteilte, begann der Einsatz um 15.23 Uhr. Zunächst alarmierte die Leitstelle einen Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug zu einer bewusstlosen Person. Als die ersten Einsatzkräfte fünf Minuten später eintrafen, fanden sie neben der gemeldeten Person fünf weitere Betroffene vor. Mehrere Menschen lagen am Boden und klagten über Übelkeit, Schwindel und Erbrechen.
Beim Eintreffen der nachrückenden Einheiten mussten zunächst zwölf Patientinnen und Patienten versorgt werden. Zwei von ihnen zeigten eine stärkere, zehn eine leichte Symptomatik. Weitere Einsatzmittel forderte die Feuerwehr zunächst nicht nach.
Verdorbenes Essen könnte die Ursache sein
Im weiteren Verlauf stieg die Zahl der Betroffenen auf insgesamt 17. Sechs Menschen erlitten mittelschwere, elf leichte Beschwerden. Alle wurden nach der Erstversorgung in Krankenhäuser in Aachen und der Städteregion transportiert.
Nach Angaben der Feuerwehr hatten alle Erkrankten zuvor dieselben Speisen auf der Veranstaltung gegessen und anschließend identische Beschwerden entwickelt. Daher liege die Vermutung nahe, dass möglicherweise verdorbene Lebensmittel die Ursache gewesen seien. Das Gesundheitsamt der Städteregion Aachen nahm Ermittlungen auf und untersucht den Vorfall.
Da viele Betroffene gehörlos waren, unterstützten Dolmetscherinnen, die bereits bei der Veranstaltung anwesend waren, die Verständigung zwischen Einsatzkräften und Patientinnen sowie Patienten.
An dem Einsatz beteiligten sich zehn Rettungswagen, zwei Krankentransportwagen, drei Notarzteinsatzfahrzeuge, ein Gerätewagen des Rettungsdienstes, ein Hilfeleistungslöschfahrzeug, mehrere Notärztinnen und Notärzte sowie Einheiten des Sanitätsdienstes der Johanniter-Unfall-Hilfe aus dem Stadtgebiet und der Städteregion Aachen.















