Ministerin ist „zutiefst besorgt“
Zugunglück südlich von London – Großeinsatz der Rettungskräfte
Aktualisiert am 13.08.2026 – 18:48 UhrLesedauer: 2 Min.
Rund 60 Kilometer südlich von London entgleist ein Personenzug. Die Lage vor Ort ist unübersichtlich. Die Verkehrsministerin äußert sich.
In der Grafschaft East Sussex im Südosten Großbritanniens ist am Donnerstagnachmittag ein Personenzug entgleist. Wie die britische BBC berichtete, waren zahlreiche Rettungskräfte gegen kurz vor 16 Uhr Ortszeit an die Unglücksstelle nahe dem 16.000-Einwohner-Ort Lewes, rund 60 Kilometer südlich von London, alarmiert worden. Zu möglichen Opfern wurde bislang nichts bekannt. Sky News berichtete unter Berufung auf Regierungskreise, es habe weder Schwerverletzte noch Todesopfer gegeben.
Auf Bildern in sozialen Medien war zu sehen, wie Fahrgäste auf das Dach des Zuges kletterten und von Rettungskräften in ein nahegelegenes Feld gebracht wurden. Mehrere Waggons sind offenbar umgestürzt. Laut einem Bericht der Zeitung „The Sun“ wurden dutzende Menschen in den Waggons eingeschlossen. Die örtliche Feuerwehr bat darum, den Bereich zu meiden.
Zugunglück in Lewes: Bahnverkehr steht still
Verkehrsministerin Heidi Alexander teilte auf X mit, sie sei „zutiefst besorgt“ über den Vorfall. Die Lokführergewerkschaft ASLEF warnte vor Spekulationen in den sozialen Medien. „Bitte lassen Sie die Rettungskräfte Ihre Arbeit tun“, hieß es in einem Online-Beitrag.
Der Zugverkehr in der Region kam durch das Unglück komplett zum Erliegen. Mit Beeinträchtigungen sei bis 22 Uhr zu rechnen, teilte die nationale Eisenbahngesellschaft National Rail mit. Demnach entgleiste der Zug zwischen Haywards Heath und Lewes. „Es wird dringend empfohlen, wenn möglich, Ihre Reise auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben.“
Erst im Juni hatte es ein schweres Zugunglück in Großbritannien gegeben: Nördlich von London fuhr ein Zug auf einen anderen auf. Ein Mensch starb, dutzende weitere wurden verletzt.
