Unglück in Nordrhein-Westfalen
Zug rammt Krankenwagen – Patientin stirbt
Aktualisiert am 30.09.2025 – 14:22 UhrLesedauer: 2 Min.
In einem Krankenwagen wird eine Patientin transportiert. Die Frau erleidet einen akuten medizinischen Notfall, der Krankenwagen muss sofort anhalten – und das ausgerechnet auf einem Bahnübergang.
Im nordrhein-westfälischen Kreis Borken ist ein Regionalzug in einen Krankenwagen gekracht. Die in dem Wagen transportierte Patientin starb bei dem Unfall.
Wie eine Polizeisprecherin t-online sagte, ereignete sich das Unglück am Dienstag gegen 7.30 Uhr. Der Krankentransport sei mit der 88 Jahre alten Patientin unterwegs gewesen, als diese auf einmal einen akuten medizinischen Notfall während der Fahrt erlitten habe.
„Der Krankenwagen musste schicksalshaft direkt auf den Gleisen halten“, erklärte die Polizeisprecherin. Plötzlich hätten sich die Schranken geschlossen.
Ein Regionalzug der Deutschen Bahn nahte heran. Ein Zusammenstoß wurde unausweichlich. Die drei Besatzungsmitglieder des Krankenwagens brachten sich in Sicherheit, sie kamen mit leichten Verletzungen davon.
Die Patientin im Krankenwagen hatte keine Chance. Sie starb nach bisherigen Erkenntnissen infolge des Unfalls.
Der Zugführer erlitt durch die zersplitterte Frontscheibe des Zuges leicht Verletzungen. Auch ein Fahrgast wurde leicht verletzt. Die Zugstrecke wurde gesperrt.
Ein akuter medizinischer Notfall ist eine Situation, in der das Leben oder die Gesundheit eines Menschen ohne sofortige medizinische Hilfe erheblich gefährdet ist oder bleibende Schäden drohen.
Wenn eine Person während eines Transports im Krankenwagen einen solchen akuten Notfall erleidet, muss das Fahrzeug sofort anhalten, weil jede Sekunde zählt und unmittelbares Handeln nötig ist. Das medizinische Team kann dann umgehend lebensrettende Maßnahmen wie Reanimation, Beatmung oder die Gabe von Notfallmedikamenten einleiten und bei Bedarf einen Notarzt nachfordern. Ein Weiterfahren zur Klinik wäre unter Umständen in einer solchen Situation lebensgefährlich.
Aber ob der Krankenwagen nicht doch auch noch einige Meter hätte weiterfahren können oder sogar müssen, um nicht direkt auf den Gleisen zu halten, wird nun wohl zu ermitteln sein.
