Speisekarte eingeschränkt
Wirt von Berghütte: Wir haben kein Wasser mehr
12.08.2026 – 23:45 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Wirt der Brunnenkopfhütte sitzt auf dem Trockenen. Wegen Wassermangels muss er jetzt sein Angebot einschränken.
In den Alpen macht die Trockenheit nicht nur den Bauern, sondern auch den Wirten von Berghütten zu schaffen. Die Bäche im Gebirge führen kaum noch Wasser, die Quellen versiegen. Im Graswangtal im Landkreis Garmisch-Partenkirchen hat jetzt ein Wirt handeln müssen. Auf der Brunnenkopfhütte muss die Speisekarte eingeschränkt werden, sagte Pächter Christian Deser dem „Münchner Merkur“.
Das Wasser für den Betrieb kam bislang aus einer eigenen Quelle, zusätzlich half eine Aufbereitungsanlage. Doch selbst die und ein großer Speichertank reichen laut Deser nicht mehr aus. Es habe zu wenig Niederschläge gegeben. Während Almen in einigen Alpenländern Wasser per Hubschrauber bekommen, musste sich der Wirt eine kostengünstigere Alternative überlegen. Laut Bericht wird er ab kommender Woche mit einem 600-Liter-Wassertank auf die Hütte fahren.
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Hütten ordern Trockenklos
Seine Kunden hat er per Schild informiert. „Wir haben kein Wasser mehr“, steht da. Deshalb gebe es weniger Suppen und mehr Brotzeiten. Pappteller sollen helfen, den Aufwand fürs Spülen zu reduzieren.
Die Aussichten auf Besserung sind schlecht. „In den nächsten zwei Wochen soll kein Regen kommen“, sagte er dem „Merkur“. Deser ist nicht der einzige Betroffene. In Österreich appellieren Wirte an die Gäste, sich mit einer Katzenwäsche zu begnügen. Hüttenwirt Stephan Jobke von der Rieder-Hütte am Feuerkogel in Österreich sagte t-online: „Die Lage ist sehr kritisch.“
Auf seiner Hütte werde das Wasser rationiert. Trinkwasser werde nur noch in 1,5-Liter-Plastikflaschen ausgegeben, die zuvor per Hubschrauber auf den Berg gebracht würden, so Jobke. Auch in Berchtesgaden gab es bereits Wasser aus der Luft. Manche Hüttenbetreiber haben Trockenklos in die Berge gebracht, um Wasser zu sparen, auf Empfehlung des Deutschen Alpenvereins.













