„Bis zu 40 Prozent“
Microsoft will Windows-PCs schneller machen
06.11.2026 – 16:15 UhrLesedauer: 2 Min.
Microsoft hat Windows 11 für Rechner mit wenig Arbeitsspeicher verbessert. Was sich ändert und wann das Update kommt.
Microsoft hat ein Update veröffentlicht, das Windows 11 auf PCs mit 8 Gigabyte Arbeitsspeicher schneller machen soll. Wie Windows-Chef Pavan Davuluri in einem Blogbeitrag schreibt, reagiert das System nun um bis zu 20 Prozent zügiger. Die gleichzeitige Arbeit mit mehreren Programmen laufe bis zu 40 Prozent schneller. Hintergrund sind gestiegene Preise für Arbeitsspeicher. Hersteller statten neue Geräte deshalb häufiger mit knapper bemessenem Arbeitsspeicher aus.
Die Werte stammen von Microsoft selbst und lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Die 20 Prozent beruhen auf Diagnosedaten, die Windows-PCs an Microsoft übermitteln. Verglichen wurden die Reaktionszeiten von Startmenü, Suche, Rechtsklickmenü, Einstellungen, Snipping Tool und Datei-Explorer mit dem Stand vom Januar 2026.
- Sicherheitslücke: Wichtiges Microsoft-Update kommt auf vielen PCs nicht an
- Mensch oder Roboter? Die Prüfung, die Sie besser nicht bestätigen sollten
Die 40 Prozent gehen auf einen einzelnen Labortest mit einem Notebook von HP zurück. Microsoft öffnete auf dem Gerät nacheinander 20 Browser-Tabs, ein 4K-Video, große Office-Dateien, Outlook und den Datei-Explorer. Der Konzern bezeichnet das ausdrücklich nicht als allgemein vergleichbaren Leistungstest.
Mehr Daten bleiben im Arbeitsspeicher
Kern der Änderungen ist eine angepasste Speicherkompression. Windows packt weniger genutzte Daten dichter zusammen und kann so laut Microsoft bis zu 2 Gigabyte mehr im Arbeitsspeicher halten, statt sie auf die langsamere SSD auszulagern. Offene Programme und Tabs müssen dadurch seltener neu laden. Solange jemand aktiv am PC arbeitet, stellt Windows zudem Hintergrundaufgaben wie die Indizierung für die Suche zurück.
Auch einzelne Programme brauchen weniger Speicher. Die Widgets werden auf PCs mit 8 Gigabyte oder weniger erst geladen, wenn der Nutzer sie aufruft, das spare rund 200 Megabyte. Word, Excel, PowerPoint und Outlook belegen zusammen etwa 360 Megabyte weniger. Inaktive Tabs in Edge gehen nach 15 Minuten in einen Ruhezustand, bisher nach zwei Stunden. Teams kann auf solchen Rechnern automatisch einen Effizienzmodus einschalten, der Systemressourcen schont.
So kommen Nutzer an die Neuerungen
Voraussetzung ist Windows 11 in Version 26H2 ab Build 26300.9818. Diesen Stand hat Microsoft am 28. Oktober als optionales Update KB5127936 veröffentlicht. Wer es sofort möchte, kann in den Einstellungen unter „Windows Update“ die Option aktivieren, neue Updates frühzeitig zu erhalten, und anschließend nach Updates suchen.
Alle anderen bekommen die Änderungen mit dem regulären Update am 10. November. Je nach Gerät und Region kann es laut Microsoft unterschiedlich lange dauern. Auch Edge, Microsoft 365 und Teams sollten aktuell sein, weil ein Teil der Verbesserungen über diese Apps kommt.
Microsoft will die Speicherverwaltung weiter verbessern. Künftig sollen sich etwa die Suche und die Widgets eine Komponente zur Anzeige von Webinhalten teilen, ebenso OneDrive und die Fotos-App. Für anspruchsvolle Aufgaben wie 3D-Modellierung oder aufwendigen Videoschnitt rät der Konzern weiterhin zu 16 Gigabyte oder mehr.
