August 9, 2026 7:52 p.m. CEST

„Erschreckende“ Szenen

Flammen wüten am Gardasee und erzwingen Evakuierung


Aktualisiert am 08.08.2026 – 16:39 UhrLesedauer: 2 Min.

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Im Video: Der Großbrand bedroht die beliebte Urlaubsregion.

Flammen ziehen durch die Berge rund um den Gardasee, Ferienunterkünfte werden geräumt. Heißer Wind facht das Feuer an.

Am Westufer des Gardasees ist am Freitagabend ein Großbrand ausgebrochen. Das Feuer wütete in den Bergen von Tignale in der Region Alto Garda und hat die Evakuierung von mehr als 200 Menschen erzwungen. Darunter sind zahlreiche Urlauber.

In der Nacht mussten Bewohner von Ferienhäusern und der Residenz „La Forca“ ihre Unterkünfte verlassen. Vorsorglich wurden nach Angaben der Feuerwehr zudem mehrere Dutzend Gäste aus einem Hotel in Sicherheit gebracht, berichten italienische Medien.

Wind treibt die Flammen durch die Berge um den Gardasee

Das Feuer breitete sich am Freitagabend und in der Nacht zu Samstag in den Bergregionen oberhalb des Gardasees rasch aus. Windgeschwindigkeiten von bis zu 40 Kilometern pro Stunde erschwerten die Löscharbeiten, weil sich die Richtung der Flammen dadurch schnell verändern kann.

Ein großer Waldbrand am Westufer des Gardasees: Eine lange Hitzewelle erhöht die Brandgefahr in Italien. (Quelle: –/dpa)

Hinzu kam die Trockenheit der vergangenen Wochen: Die Vegetation ist ausgedörrt und entsprechend leicht entzündlich.

„Erschreckende“ Szenen am Gardasee

Feuerwehr, Zivilschutz, Carabinieri Forestali (Sondereinheiten der Polizei für den Forstschutz) und freiwillige Feuerwehrleute waren in Tignale im Einsatz. Am Samstagmorgen wurden zudem zwei Canadair-Löschflugzeuge eingesetzt. Rettungskräfte überprüften außerdem Ferienhäuser, weil teilweise unklar war, welche Unterkünfte bewohnt sind.

Die Einsätze vor Ort werden von Tignales Bürgermeister Daniele Bonassi koordiniert. Er bezeichnete die Szenen als „erschreckend“. Erst nach 13 Stunden konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden. Die Bewohner und Urlauber durften am Samstag in ihre Häuser und Unterkünfte zurückkehren.

Hitze hält Italien in Atem

Italien wird seit Wochen von einer Hitzewelle mit Temperaturen von mehr als 40 Grad getroffen. Trockenheit und Hitze haben die Waldbrandgefahr in großen Teilen des Landes erhöht. In diesem Sommer kam es bereits zu zahlreichen schweren Bränden.

Auf der bei Urlaubern beliebten Gargano-Halbinsel in Apulien mussten rund 400 Menschen Strände und Campingplätze verlassen. Die Küstenwache brachte zahlreiche Urlauber per Boot in Sicherheit. Auch auf Sizilien kämpfen Einsatzkräfte weiter gegen Wald- und Vegetationsbrände. Auf Sardinien hat sich die Lage zuletzt hingegen beruhigt.

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