Oktober 1, 2026 8:37 p.m. CEST

Panne nach dem Oktoberfest

Wiesn-Besucher erbricht sich – 200.000 Euro Schaden


Aktualisiert am 01.10.2026 – 15:27 UhrLesedauer: 2 Min.

Bier (Symbolbild): In einem Münchner Hotel entstand ein erheblicher Wasserschaden. (Quelle: IMAGO/Davide Elias/imago)

Zwei Männer aus NRW amüsieren sich auf dem Oktoberfest und trinken offenbar deutlich zu viel Alkohol. Jetzt fürchtet eine Hotelchefin eine hohe Rechnung.

Weil sich ein Hotelgast in München nach seinem Oktoberfestbesuch übergeben hat, ist in dem Haus ein enormer Schaden entstanden. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, erwartet die Leiterin, dass sich die Rechnungen auf bis zu 200.000 Euro summieren könnten.

„Die Teppiche in zwei Zimmern müssen wohl raus“, zitierte der Münchner „Merkur“ Manuela Holzer, die Chefin des 1889 gebauten Hotels Brack. Aber das ist nur der Anfang: Laut Holzer müssen darüber hinaus wohl Holzböden saniert werden, im ersten Stock wellt sich die Tapete, ein Zimmer ist „komplett ruiniert“ und kann wohl monatelang nicht mehr vermietet werden. Mit der Elektrik gibt es auch Probleme.

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Der Grund: Zwei Wiesn-Gäste aus dem nordrhein-westfälischen Paderborn sollen so betrunken ins Hotel zurückgekehrt sein, dass sich einer in der Dusche erbrach. Dann legte er sich ins Bett – während die Dusche weiter lief.

Oktoberfest-Ärger: Wasser tropft aus Lampen und Steckdosen

Stundenlang lief das Wasser in Zimmer 233 in der zweiten Etage. Und weil der Abfluss verstopft war, bahnte es sich seinen Weg durchs Hotel, floss durchs Treppenhaus und drang ins Mauerwerk ein. Laut „Bild“-Zeitung bemerkte eine Hotelmitarbeiterin das Malheur am Montagmorgen gegen 4.45 Uhr: Wasser tropfte von der Decke in den Frühstücksraum, kam aus Lampen und Steckdosen. Der Strom war ausgefallen, nicht einmal die Hoteltür ließ sich noch öffnen.

Holzer zur „Bild“: „Ich habe in dem Zimmer erst mal die Dusche ausgemacht. Das Wasser stand zentimeterhoch, man musste durchwaten.“ Unterdessen hätten die Gäste einfach weitergeschlafen. „Sie haben nicht mal gemerkt, dass ich da bin“, zitierte die Zeitung die Chefin. „Ich habe sie erst wecken müssen.“

Jetzt fragt sie sich, wer für den Schaden aufkommt – und hat eine böse Ahnung. „Wir müssen sicherlich einen Großteil zahlen“, sagte sie dem Sender München TV. Dass ihre Versicherung die nötigen Reparaturen übernehme, bezweifle sie. „Und die Haftpflichtversicherung der Gäste – da muss man sehen, was die dazu sagen.“

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