Wichtiger Brief zur Rente
Auf diese Beträge können Sie sich nicht verlassen
Aktualisiert am 03.10.2025 – 07:15 UhrLesedauer: 4 Min.
Jährlich erhalten viele Deutsche eine Information der Rentenversicherung. Was drin steht und ob Sie sich auf die angegebene Rentenhöhe verlassen können.
Ist die Rente sicher? Wie viel eigene Vorsorge ist notwendig? Wer auf diese Fragen Antworten finden möchte, sollte wissen, welche gesetzlichen, betrieblichen und privaten Ansprüche für einen selbst überhaupt bestehen.
Denn diese hängen von der Zeit ab, in der Sie Beiträge zur Rente – welcher Art auch immer – gezahlt haben. Die sogenannte Renteninformation liefert dafür wichtige Hinweise.
Doch welche Infos finde ich in den Unterlagen der Deutschen Rentenversicherung (DRV) genau? Was muss ich mit der Renteninformation anfangen? Ein Überblick.
Die Info der gesetzlichen Deutschen Rentenversicherung bekommt jeder, der mindestens 27 Jahre alt ist – und mindestens fünf Jahre lang Beiträge zur gesetzlichen Rente gezahlt hat. Selbst kümmern müssen sich Versicherte darum nicht. „Die Information wird automatisch verschickt“, sagt DRV-Referentin Gundula Sennewald. Und zwar jedes Jahr. Private Rentenanbieter versenden ebenfalls jährlich eine Standmitteilung.
Bei Betriebsrenten gibt es zwei Wege: Wer über Pensionskasse, Pensionsfonds oder Direktversicherung Ansprüche erwirbt, erhält die Unterlagen ebenfalls jährlich. Bei Unterstützungskassen oder Direktzusagen gibt es dagegen keine solche Pflicht. Allerdings haben Arbeitnehmer einen Anspruch auf eine Rentenberechnung. „Diesen müssen sie gegenüber ihrem Arbeitgeber geltend machen“, erklärt Klaus Stiefermann von der Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung (aba).
Sie geben einen Überblick über den bisher erworbenen Rentenanspruch, spiegeln also einen Status wider. Das Dokument zeigt außerdem den Beginn der Altersrente, die von der Regelaltersgrenze abhängt, und die Höhe der Zahlung, die dann zu erwarten ist. Sie sehen also ungefähr, wie hoch die Rente ist – und wie groß Ihre Versorgungslücke, die Sie womöglich schließen müssen.
Die DRV listet zudem auf, wie viel Geld Versicherte bei Erwerbsminderung bekämen. Die Berechnungen basieren auf den Daten, die auf dem individuellen Versicherungskonto gespeichert sind.
In der Renteninformation steht nicht genau, ob Sie womöglich Steuern zahlen müssen oder wie hoch Ihre Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung sein werden. Auch finden Sie keine Informationen darüber, wie hoch Ihre Abschläge sind, wenn Sie früher in Rente gehen möchten.
