Bilanz im Herbst
Wetterdienst: Hier war es im Oktober am kältesten
Aktualisiert am 30.10.2026Lesedauer: 2 Min.
Die ersten Oktobertage waren besonders warm – dann kam der Frost. An welchem Ort in Deutschland es am kältesten war.
Während der Oktober zu Beginn des Monats den Sommer noch nicht ganz gehen lassen wollte, ist in Deutschland der Herbst nun endgültig eingekehrt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat in einer vorläufigen Auswertung seiner bundesweit etwa 2.000 Messstationen Bilanz für diesen Monat gezogen.
Insgesamt fiel der Monat deutlich zu warm aus. Wie die Meteorologen mitteilten, lag die Temperatur im Mittel bei 10,6 Grad – und damit 1,6 Grad über den Mittelwert aus den Jahren 1961 bis 1990. Besonders mild war es laut DWD im Norden und Westen. Im Südosten wurde es „vor allem nachts durch eine fehlende schützende Wolkendecke teils empfindlich frisch“, hieß es.
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Seine wärmste Seite zeigte der Oktober gleich zu Beginn. An mehreren Tagen stiegen die Temperaturen über 20 Grad. Den Höchstwert meldete Mehringen in Sachsen-Anhalt am 1. Oktober mit 27,5 Grad. Den Gegenpol bildete voraussichtlich Dippoldiswalde-Reinberg in Sachsen: Dort lagen die Temperaturen bei minus 3,1 Grad.
Oft Sonne – aber auch Regen

Auch die Sonne ließ sich häufiger blicken als üblich. Bundesweit kamen rund 122 Sonnenstunden zusammen, davon allerdings etwa 80 allein in der ersten Monatshälfte. Laut DWD war der Oktober damit bereits der achte Monat in Folge mit mehr Sonnenschein als im langjährigen Mittel.
Im Oktober gab es erstmals seit mehreren Monaten wieder mehr Niederschläge als im Klimamittel. Allerdings sei die Menge in Deutschland sehr ungleich verteilt gewesen, so der Wetterdienst. „Im Norden und Westen fiel teilweise dreimal so viel Regen wie im Osten.“ Laut DWD fielen im Oktober durchschnittlich 76 Liter pro Quadratmeter – rund 36 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum von 1961 bis 1990.
Der DWD vergleicht die Werte immer mit einer sogenannten Referenzperiode. Dafür wird von den Jahren 1961 bis 1990 ein Mittelwert gebildet. Der Oktober war seit Februar der erste Monat, in dem es im Vergleich mit dem Monatsmittel dieser Periode mehr geregnet hat.
Zum Monatsende zeigt sich der Herbst von seiner grauen Seite. In der Nacht zum Samstag erwartet der DWD verbreitet Nebel und Hochnebel bei Temperaturen zwischen 0 und 9 Grad. Im Osten und Nordosten kann es gelegentlich Sprühregen geben. Auch am Reformationstag bleibt es vielerorts stark bewölkt und neblig-trüb. Nur im westlichen Bergland und in den östlichen Alpen sind Auflockerungen möglich. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 6 und 13 Grad.













