Es vergehen allerdings teils mehr als vier Wochen, bis es bei Gürtelrose im Gesicht zu einer Augenbeteiligung kommt. Die Symptome am Auge können also mit Verzögerung auftreten.
Manchmal ist das Ohr bei Herpes Zoster im Gesicht befallen. Symptome hierfür sind Ohrenschmerzen sowie Bläschen im äußeren Gehörgang und auf der Ohrmuschel. Zudem hören viele Betroffene bald schlechter und bekommen Lähmungen im Gesicht. Wenn zur Gesichtslähmung Schwindel und Tinnitus hinzukommen, sprechen Fachleute vom Ramsay-Hunt-Syndrom.
Ebenso wie der Hautausschlag verschwinden auch die Symptome am Auge und am Ohr meist wieder, wenn die Gürtelrose im Gesicht abgeheilt ist.
Mögliche Komplikationen der Gürtelrose im Gesicht
Eine Gürtelrose im Gesicht kann auch länger anhaltende Symptome verursachen. So treten mitunter infolge der Nervenentzündung teils intensive Schmerzen auf, wenn der Ausschlag längst abgeheilt ist. Diese Komplikation heißt Post-Zoster-Neuralgie. Sie kann mehrere Wochen, Monate oder gar Jahre andauern. (Mehr dazu können Sie hier nachlesen.)
Zudem kommt es vor, dass der Hautausschlag bei einer Gesichtsrose sichtbare oder spürbare Symptome hinterlässt. Zum Beispiel:
- Narben, die zurückbleiben können, wenn ein aufgekratztes Bläschen durch Bakterien infiziert wird und sich entzündet,
- eine Überempfindlichkeit der Haut und
- helle oder dunkle Flecken auf der Haut.
Besonders hoch ist das Risiko für Komplikationen bei einer Gürtelrose im Gesicht, wenn Auge oder Ohr beteiligt ist. Zu spät oder falsch behandelt kann das betroffene Sinnesorgan dann so geschädigt werden, dass sich Sehen oder Hören dauerhaft verschlechtert – im Extremfall bis hin zu Blindheit oder Hörverlust.
Gürtelrose im Gesicht: Das sind die Ursachen
Wie jeder Herpes Zoster ist Gürtelrose im Gesicht die Spätfolge einer Infektion mit dem Varicella-Zoster-Virus (VZV): Wer sich zum ersten Mal mit dem Virus infiziert, bekommt Windpocken. Diese sind an dem typischen juckenden Hautausschlag meist gut erkennbar. Gerade bei Kindern kann die Infektion aber auch unauffällig verlaufen, sodass sie manchmal unbemerkt bleibt.
Sind die Windpocken überstanden, wandert das Virus entlang der Nervenbahnen von der Haut in Nervenknoten der Wirbelsäule oder des Gehirns. Dort kann es Jahre bis Jahrzehnte im Schlummerzustand verweilen.
Bestimmte Umstände (etwa ein alters- oder krankheitsbedingt geschwächtes Immunsystem) können zur Reaktivierung des schlummernden Varicella-Zoster-Virus führen: Daraufhin wandert das Virus zurück zur Haut, wo es eine starke Entzündung auslöst. In der Folge entwickelt sich eine Gürtelrose.
Grundsätzlich kann Gürtelrose überall am Körper auftreten. Wo genau es passiert, hängt davon ab, welcher Nerv vom Varicella-Zoster-Virus befallen ist: Herpes Zoster zeigt sich nur in dem Hautbereich, den dieser Nerv versorgt. Vereinzelt können auch mehrere benachbarte Nerven betroffen sein: Dann breiten sich die Symptome etwas stärker aus.













