2.700 Anwohner betroffen
Fliegerbombe in Köln-Kalk entschärft
Aktualisiert am 31.08.2026 – 17:50 UhrLesedauer: 1 Min.
Aufatmen in Köln-Humboldt: Eine am Montagvormittag entdeckte Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist erfolgreich entschärft worden. Rund 2.700 Menschen mussten zuvor ihre Wohnungen verlassen.
Die in Köln-Humboldt gefundene Weltkriegsbombe ist entschärft. Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Rheinland der Bezirksregierung Düsseldorf machten den Blindgänger am Montag um 17.35 Uhr unschädlich, wie die Stadt mitteilte.
Die britische Fünf-Zentner-Bombe mit Aufschlagzünder war am Vormittag im Bereich der Westerwaldstraße 92 entdeckt worden. Rund um den Fundort wurde daraufhin ein Evakuierungsradius von 300 Metern eingerichtet.
Vergessenes Essen verzögert Entschärfung
Rund 2.700 Anwohner mussten den Gefahrenbereich verlassen. Zehn Personen waren dabei auf einen Krankentransport angewiesen. Eine weitere Person mit Gehproblemen wurde kurzerhand von einer Mitarbeiterin des Ordnungsamtes aus dem Evakuierungsbereich gefahren, um weitere Verzögerungen zu vermeiden.
Zu einer Verzögerung kam es dennoch aus einem ungewöhnlichen Grund: Ein Anwohner hatte sein Essen auf dem eingeschalteten Herd vergessen. Bevor die Entschärfung beginnen konnte, musste der Herd ausgeschaltet werden.
Blindgänger entschärft: Straßen werden wieder freigegeben
Insgesamt waren rund 100 Mitarbeiter des Ordnungsamtes im Einsatz. Feuerwehr und Polizei unterstützten die Maßnahmen. In der Anlaufstelle im Thusnelda-Gymnasium in Deutz wurden 32 Menschen von einem Hilfsdienst betreut.
Auch für den Verkehr hatte der Bombenfund erhebliche Folgen. Zahlreiche Straßen sowie der östliche Zubringer mussten gesperrt werden.
Nach der erfolgreichen Entschärfung werden die Straßensperren nun schrittweise zurückgebaut. Auch der östliche Zubringer wird wieder freigegeben. Die betroffenen Anwohner können anschließend in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren.
