Bestimmte Lebensmittel meiden
Das ist die richtige Ernährung bei Hämorrhoidialleiden
Aktualisiert am 28.09.2026 – 07:10 UhrLesedauer: 2 Min.
Wer mit Hämorrhoiden zu kämpfen hat, sollte darüber nachdenken, seine Ernährung umzustellen. Denn eine ballaststoffreiche Kost beugt den typischen Beschwerden vor.
Hämorrhoiden hat jeder Mensch. Die schwammartigen, gut durchbluteten Gefäßpolster befinden sich am Ausgang des Enddarms. Entsteht zu viel Druck, beispielsweise bei Verstopfung und durch starkes Pressen während des Stuhlgangs, können sich die Hämorrhoiden vergrößern.
In späteren Stadien des Hämorrhoidalleidens wölben sich die Gefäße sogar aus dem Analkanal heraus. Typische Beschwerden sind Brennen und Jucken im Analbereich, Nässen und hellrotes Blut im Stuhl.
Ballaststoffreiche Ernährung lindert Verstopfung
Um zu vermeiden, dass sich Hämorrhoiden vergrößern, sollten Betroffene den Druck auf den Darm möglichst gering halten und Verstopfungen vermeiden. Experten weisen darauf hin, dass eine ballaststoffreiche Kost dabei helfen kann, die Darmtätigkeit anzukurbeln, Flüssigkeit zu binden und somit für einen weichen Stuhl und eine gute Verdauung zu sorgen. Außerdem sind Ballaststoffe eine wichtige Nahrungsquelle für die Darmflora, also die förderlichen Mikroorganismen im Darm.
Es gibt zudem Hinweise aus Studien, dass bestimmte Ballaststoffpräparate die Häufigkeit von Blutungen verringern können. Ob sie auch andere Beschwerden im Zusammenhang mit Hämorrhoiden lindern, ist nicht gut genug untersucht.
Gut zu wissen
Schätzungen gehen davon aus, dass mehr als die Hälfte aller Erwachsenen im Laufe des Lebens Beschwerden durch vergrößerte Hämorrhoiden bekommt. Etwa vier von 100 Erwachsenen lassen sich in Deutschland jährlich wegen vergrößerter Hämorrhoiden ärztlich behandeln.
Die richtigen Lebensmittel bei Hämorrhoiden
Eine ausgewogene, ballaststoffreiche Ernährung ist bei Hämorrhoiden daher sehr empfehlenswert. Wertvolle Ballaststoffe sind reichlich in diesen Lebensmitteln enthalten:
- Vollkornprodukte (Brot, Reis, Nudeln)
- Vollkornmüsli und Haferflocken
- Obst und Gemüse
- Hülsenfrüchte und Nüsse
- Flohsamenschalen, Weizenkleie und Leinsamen
Auch Probiotika, also Produkte mit lebenden förderlichen Mikroorganismen wie Milchsäurebakterien und Hefen, können möglicherweise einen positiven Effekt auf Hämorrhoiden haben. Denn sie stärken die natürliche Darmflora und führen so zu einer gesunden Stuhlregulation. Zur Gruppe der Probiotika gehören etwa milchsaure Produkte wie Joghurt, Kefir, Buttermilch oder Brottrunk, aber auch Sauerkraut oder Kimchi. Zudem gibt es Nahrungsergänzungsmittel mit probiotischen Stämmen.
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