September 10, 2026 8:59 p.m. CEST

SPD-Spitzenkandidat

Staatsanwaltschaft ermittelt in weiterem Fall gegen Krach

Aktualisiert am 10.09.2026 – 19:32 UhrLesedauer: 2 Min.

Steffen Krach: Die Hannoveraner Staatsanwaltschaft ermittelt in einem weiteren Fall gegen den SPD-Spitzenkandidaten für die Abgeordnetenhauswahl in Berlin. (Quelle: Carsten Koall/dpa/dpa-bilder)

Steffen Krach will für die SPD das Amt des Regierenden Bürgermeisters in Berlin erringen. Kurz vor der Wahl werden nun weitere Vorwürfe gegen ihn bekannt.

Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt gegen den Berliner SPD-Spitzenkandidaten Steffen Krach wegen des Anfangsverdachts auf Vorteilsannahme in zwei Fällen. Das sagte eine Sprecherin der Behörde am Abend. Zuvor hatten „Tagesspiegel“ und „Berliner Morgenpost“ berichtet.

Laut Staatsanwaltschaft geht es in einem weiteren Fall um wettbewerbsbeschränkende Absprachen bei Ausschreibungen in Tateinheit mit der Verletzung von Geschäftsgeheimnissen und der Verletzung der Geheimhaltungspflicht nach dem Gesetz zu Gesellschaften mit beschränkter Haftung. Die Ermittlungen waren am Mittwoch bekanntgeworden, bislang hatte die Ermittlungsbehörde sich aber nicht dazu geäußert, worum es geht.

Nun hieß es, ermittelt werde seit dem 3. September. Die Taten sollen sich während Krachs Amtszeit als Regionspräsident der Region Hannover zugetragen haben.

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Steffen Krach: Durchsuchungen in Berlin und Hannover

Im Zuge der Ermittlungen hatten Einsatzkräfte am Mittwoch Büroräume Krachs in Hannover, dessen Wohnung im Berliner Ortsteil Schöneberg und die SPD-Landesparteizentrale in Berlin-Wedding durchsucht. Es sei Krachs Handy sichergestellt worden.

Krach selbst hatte am Donnerstag tagsüber umfassend Stellung zum Vorgehen der Staatsanwaltschaft bezogen und die Vorwürfe klar als haltlos zurückgewiesen. Er ging demnach davon aus, dass es sich um Korruptionsvorwürfe handelt. „Ich habe niemals privat Geld angenommen. Und ich habe auch niemals als SPD-Vorsitzender hier in Berlin eine Spende angenommen“, sagte der Politiker. „Ich habe nichts zu verbergen.“ Bei Interesse könnten Ermittler seine Konten einsehen.

Die Ermittlungen fallen mitten in den Berlin Wahlkampf. Am 20. September wird das Abgeordnetenhaus neu gewählt. Von der Tätigkeit als Regionspräsident ist Krach wegen seiner Spitzenkandidatur zurzeit beurlaubt.

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