September 10, 2026 11:34 a.m. CEST

Spende von 9.900 Euro zurücküberwiesen

Wirbel um SPD-Spitzenkandidaten – Partei nennt neue Details


Aktualisiert am 10.09.2026 – 10:49 UhrLesedauer: 2 Min.

Steffen Krach: Der SPD-Politiker ist Spitzenkandidat seiner Partei in Berlin. (Quelle: Sebastian Christoph Gollnow/dpa)

Kurz vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus wird gegen den SPD-Spitzenkandidaten ermittelt. Die SPD betont, eine Spende direkt zurücküberwiesen zu haben.

Nach Bekanntwerden von Ermittlungen gegen den Berliner SPD-Spitzenkandidaten Steffen Krach hat seine Partei weitere Details genannt. Demnach habe es „über den Jahreswechsel den Versuch einer Spende an die SPD Berlin in Höhe von 9.900 Euro“ gegeben, teilte Schatzmeister Fabian Fischer mit. „Auf Weisung unseres Spitzenkandidaten wurde umgehend entschieden, diese Spende abzuweisen.“

Zuvor hatte der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) darüber berichtet. Dem Bericht zufolge soll am 29. Dezember 2025 ein Unternehmer 9.900 Euro auf das Konto der SPD Berlin überwiesen haben. Krach soll am 7. Januar von der SPD-Landesgeschäftsführung informiert worden sein und die Rücküberweisung am Tag danach angeordnet haben, hieß es im Bericht. Das Geld sei am 9. Januar an den Absender zurücküberwiesen worden. Ein Sprecher der Berliner SPD bestätigte die Angaben.

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Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt

Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt gegen Krach, sie äußerte sich aber nicht zu konkreten Vorwürfen und verwies auf die Unschuldsvermutung. Am Mittwoch waren mehrere Objekte in Hannover und Berlin durchsucht worden.

Nach Angaben von Krach geht es um ein Vergabeverfahren zu einem Klinikverkauf in der Region Hannover, wo er als Regionspräsident für den Wahlkampf beurlaubt ist. Den Vorwurf der Beeinflussung wies er als haltlos zurück. Er habe „in keinster Weise irgendeine Summe von diesem Bieter, weder privat noch als SPD-Landesvorsitzender, jemals angenommen“.

In Berlin wird in anderthalb Wochen ein neues Abgeordnetenhaus gewählt. Krach war im Sommer 2025 aus Hannover nach Berlin gewechselt, um Spitzenkandidat für die SPD zu werden. Von seiner bisherigen Tätigkeit als Regionspräsident ließ er sich beurlauben.

Innerhalb der SPD gibt es für Krach Rückendeckung. Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) erklärte dem rbb: „So wie Steffen Krach das gestern alles geschildert hat, haben die Genossinnen und Genossen ihm die volle Solidarität und Rückendeckung ausgesprochen“. Es sei „ganz klar“, dass die Partei ihm in der Situation den Rücken stärkt.

Giffey: „Der Zeitpunkt ist schon sehr speziell“

Krach habe dargelegt, dass das Bieterverfahren in seiner Amtszeit durchgeführt wurde, sagte Giffey. Der Bieter habe eine Spende geschickt. „Er ist dann am Ende im Verfahren sowieso unterlegen, aber Steffen Krach hat sofort reagiert und hat gesagt: ‚Diese Spende kann ich nicht annehmen'“. „Das Geld sei innerhalb von 24 Stunden zurücküberwiesen worden.

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