September 27, 2026 1:27 a.m. CEST

Beitrag der Linksjugend

Wegner: „Das ist eine völlige Entgleisung“


27.09.2026 – 00:03 UhrLesedauer: 2 Min.

Kai Wegner im Berliner Rathaus: Der Regierende Bürgermeister ist über einen Beitrag der Linksjugend empört. (Quelle: IMAGO/dts Nachrichtenagentur/imago)

Die Linksjugend in Berlin macht einen Vergleich, der Empörung auslöst. Bürgermeister Kai Wegner ist außer sich.

Die Linksjugend in Berlin hat den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, aufgebracht. In einem Beitrag in sozialen Medien hatte die Linksjugend Berlin die Polizei mit Clans verglichen. Sie nannte die Beamten einen „kriminellen Clan, mit Pistolen, Quarzhandschuhen, Knüppeln und Pfefferspray ausgestattet“. Hintergrund war ein Einsatz beim Schulstreik gegen die Wehrpflicht in Berlin.

„Das ist eine weitere völlige Entgleisung und durch nichts zu rechtfertigen. Wer Polizistinnen und Polizisten, die täglich für die Sicherheit dieser Stadt sorgen, mit kriminellen Clans gleichsetzt und diffamiert, verlässt den Boden jedes demokratischen Diskurses“, schrieb Wegner auf der Plattform X und teilte ein Foto des Beitrags der Linksjugend.

Die Berliner Polizei habe seine volle Rückendeckung. Sie habe dafür gesorgt, dass die Versammlungsfreiheit in Berlin gilt, und auch Gruppen bei ihren Demonstrationen geschützt. Er verurteile die verbalen Angriffe des Linken-Nachwuchses aufs Schärfste.

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Kritik an Besuchen auf Wahlparty und Abgeordneten

Die Reaktion kommt am selben Tag, an dem die SPD in der Hauptstadt erklärt hat, mit der Linken Sondierungsgespräche aufzunehmen. Die CDU, der größte Wahlverlierer, hat im Wahlkampf und auch nach der Wahl der Linken Antisemitismus und Verbindungen zu Clans unterstellt. Die Berliner Linke oder zumindest Teile stehen allerdings wegen ihrer Positionen zum Nahostkonflikt und zum Antisemitismus immer wieder in der Kritik.

Bei der Wahlparty in Berlin war ein pro-palästinensischer Aktivist anwesend, der der als Terrororganisation eingestuften Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) nahestehen soll. Die mögliche neue Regierende Bürgermeisterin Elif Eralp und Bundesparteichefin Ines Schwerdtner betonten in den vergangenen Tagen mehrfach, sie stünden für den Schutz jüdischen Lebens.

Der Linke-Bundestagsabgeordnete Ferat Koçak war unter Druck geraten, weil er in Chatkontakt mit einem Sohn einer dem Clan-Milieu zugeordneten Großfamilie stand. Der Clan-Chef Issa Remmo war bei der Wahlparty der Linken in Berlin erschienen, die Partei verwies aber darauf, dass er nicht eingeladen war und die Veranstaltung öffentlich gewesen sei.

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