737 Max
Boeing meldet neues Sicherheitsproblem
26.09.2026 – 22:54 UhrLesedauer: 1 Min.
Der US-Flugzeugbauer steht seit Jahren unter strenger Beobachtung der Behörden. Nun ist ein weiteres technisches Problem aufgetaucht – diesmal bei der Landenavigation.
Boeing hat einen Software-Fehler in der automatischen Landenavigation seiner 737-MAX-Flotte entdeckt. Das Unternehmen bestätigte damit einen Bericht des „Wall Street Journal“. Laut Reuters tritt das Problem nach einem Software-Update auf, wenn die Besatzung nach einem abgebrochenen Landeanflug die geplante Flugroute ändert.
Boeing teilte mit, alle Betreiber der 737 bereits im vergangenen Monat über den Fehler informiert zu haben. Dabei verwies das Unternehmen auf bestehende Handlungsanweisungen, mit denen Piloten solche Situationen bewältigen können. Ingenieure arbeiten derzeit an einer dauerhaften Lösung. Wie viele Maschinen aktuell mit der fehlerhaften Software im Einsatz sind, blieb zunächst offen.
Airlines wollen kein Software-Update
Auch die US-Luftfahrtbehörde FAA ist eingeschaltet. Sie erklärte, eng mit Boeing und den Fluggesellschaften zusammenzuarbeiten. Bei Sicherheitsbedenken werde man sofortige Maßnahmen ergreifen.
Dem Bericht des „Wall Street Journal“ zufolge haben Southwest Airlines und United Airlines Boeing gebeten, vorerst keine neuen Maschinen mit der betroffenen Software auszuliefern. Stattdessen forderten sie die Rückkehr zu einer früheren Programmversion.
Boeing steht seit Jahren unter verschärfter Aufsicht. Nach zwei tödlichen Abstürzen von 737-MAX-Maschinen in den Jahren 2018 und 2019 verhängten Behörden weltweit ein Flugverbot für den Typ. Zuletzt hatte das Herausbrechen eines Rumpfteils während eines Fluges bei einer Maschine von Alaska Airlines erneut Sicherheitsfragen aufgeworfen.
