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Modell für Hamburg

Neue U5, weniger Busse? Was Fahrgästen drohen könnte


22.10.2026 – 12:08 UhrLesedauer: 3 Min.

Fahrgäste in einer U-Bahn (Symbolbild): Die neue U5 bringt einige Folgen für den Busverkehr in Hamburg mit. (Quelle: IMAGO/Manfred Segerer)

Die U5 soll mehr Hamburger direkt an den Nahverkehr anschließen. Doch wichtige Busverbindungen könnten künftig wegfallen. Das sagt der Senat.

Die Hamburger Linke warnt: Mit der neuen U5 könnten wichtige Busverbindungen wegfallen. Eine „Nutzen-Kosten-Untersuchung für die U-Bahn-Linie U5“ aus dem Jahr 2023 rechnet damit, dass 17 Buslinien oder Teile davon verschwinden. Zuerst hatte die „taz“ über das Papier berichtet. Beschlossen sind die Änderungen allerdings noch nicht.

Die verkehrspolitische Sprecherin der Linken, Heike Sudmann, kritisiert die Überlegungen: „Die U5 wird zur Totengräberin von weiterhin dringend benötigten Buslinien.“ Sie befürchtet, dass Fahrgäste manche Ziele künftig nur noch mit mehreren Umstiegen erreichen könnten.

U5 könnte vier Buslinien ersetzen

Besonders weit gehen die Überlegungen bei den Linien 6 und 166. Für die Linie 6 zwischen HafenCity und Borgweg sowie die Linie 166 zwischen Barmbek und Wandsbek-Gartenstadt steht in der Untersuchung ausdrücklich: „Gesamtlinie entfällt“.

Eine Baugrube in der City Nord im Sommer 2026 (Archivbild): Dort wird seit 2021 für die neue U-Bahnlinie U5 gebaut. (Quelle: IMAGO / Hanno Bode)

Auch auf anderen Strecken könnte die U5 Busverbindungen ersetzen. Betroffen wären unter anderem Abschnitte der Linien 4 zwischen Bezirksamt Eimsbüttel und Brandstwiete, 5 zwischen Siemersplatz und Hauptbahnhof, 17 zwischen Barmbek und Feldstraße sowie 22 zwischen Stellingen und Siemersplatz.

Hinzu kommt die damalige Verbindung der Linie 37 zwischen Bramfeld Dorfplatz und Hauptbahnhof. Wegfallen könnten außerdem Abschnitte der Linien 172 und 173 zwischen Barmbek und Mundsburger Brücke, der 179 zwischen City Nord und Borgweg sowie der 281 zwischen Siemersplatz und dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE).

Linien tauschen Abschnitte

Die Untersuchung sieht allerdings nicht nur Streichungen vor. Einige Buslinien sollen künftig andere Strecken übernehmen. So soll die Linie 8 zwischen Bramfeld Dorfplatz und Wandsbek Markt die Linie 7 ersetzen. Deren Abschnitt zwischen Borchertring und Wandsbek Markt könnte dafür wegfallen. Die Linie 5 soll zwischen Siemersplatz und Altona die Linie 20 ersetzen. Im Gegenzug soll die Linie 20 zwischen Nedderfeld und Gärtnerstraße einen Abschnitt der Linie 5 übernehmen.

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Auch bei weiteren Linien sind Änderungen vorgesehen: Die 173 soll zwischen Am Stühm-Süd und Barmbek die Linie 8 ersetzen. Eine Linie 106 soll künftig zwischen Rathausmarkt und Feldstraße statt der Linie 17 fahren. Die 281 soll vom Siemersplatz zur Kellinghusenstraße führen und im östlichen Abschnitt die Linie 22 ersetzen. Für die 177 ist eine Verbindung zwischen Hallenbad Bramfeld und Borchertring vorgesehen.

In der Hafencity soll die Linie 3 zwischen Rathausmarkt und Auf dem Sande den bisherigen Linienweg der 6 übernehmen. Aus der Linie 118 sollen zwei getrennte Linien werden: die 118a zwischen Fuhlsbüttel und Sengelmannstraße sowie die 118b zwischen Bramfeld Dorfplatz und Wandsbek-Gartenstadt.

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