Unfälle mit Kängurus
Was man in Australien immer im Auto haben sollte
Aktualisiert am 10.09.2025 – 07:18 UhrLesedauer: 5 Min.

Das Känguru ist ein Nationalsymbol Australiens. Leider verenden die Beuteltiere in der Wildnis oft bei Unfällen. Worauf man bei Autoreisen im Land achten sollte.
Im australischen Familienfilm „Lilly und die Kängurus“, der derzeit in den Kinos läuft, steht eine Gruppe junger Kängurus im Rampenlicht. Mal hüpfen die niedlichen Jungtiere über die rote Erde, mal lassen sie sich vertrauensvoll in den Armen der Schauspieler wiegen und trinken aus kleinen Milchflaschen.
Erzählt wird die Geschichte von Chris Masterman, einem gescheiterten TV-Promi, der bei einem Autounfall nahe Alice Springs ein Känguruweibchen anfährt – und im Beutel des toten Tiers ein Junges findet. Die Rettung des „Joeys“, wie Kängurubabys in Australien genannt werden, verändert sein Leben: Gemeinsam mit dem elfjährigen indigenen Mädchen Lilly beginnt er, verwaiste Kängurus großzuziehen. In den Hauptrollen sind Ryan Corr als Chris Masterman, und die australische Newcomerin Lily Whiteley als Lilly zu sehen. Gedreht wurde an Originalschauplätzen im Northern Territory.
Die Charaktere im Film sind zwar fiktiv, die Geschichte beruht aber auf einer wahren Begebenheit. Doch wie nah ist die Filmhandlung an der Realität – und was macht man wirklich, wenn man im Outback in einen Autounfall mit einem Känguru verwickelt ist?
Die Handlung des Films ist inspiriert vom Leben des Känguru-Retters Chris Barnes, der in Alice Springs in Zentralaustralien seit 2009 eine Auffangstation für verwaiste und verletzte Kängurus betreibt.
Kängurus sind leider häufig in Verkehrsunfälle verwickelt. Viele Tierkliniken in Australien sind überlastet und können sich der verletzten Tiere nicht immer annehmen. Durch ihr zahlreiches Vorkommen sind auch viele Tierparks oder Zoos nicht an bestimmten Arten wie dem Roten Riesenkänguru interessiert. Zudem machen es die großen Distanzen im Land – vorwiegend im Outback – schwierig, den Tieren rasch zur Hilfe zu kommen.
Auch deshalb hat Känguru-Retter Barnes sein Kangaroo Sanctuary im Herzen Australiens eröffnet. Er hatte ein verletztes „Joey“ aus dem Beutel seiner toten Mutter gerettet. „Ich habe jeden Zoo in Australien angerufen, aber niemand wollte es“, erzählt er t-online. Die Regierung riet Barnes damals, das Jungtier einschläfern zu lassen. „Das kam für mich nicht infrage“, so Barnes. Er sparte Geld, kündigte seinen Job und startete die Auffangstation für Kängurus, um den Tieren Schutz zu bieten.
Barnes‘ Mission: Er will Menschen, die in Australien reisen, ermutigen, selbst Känguru-Retter zu werden. „Jeder, der in Australien mit dem Auto unterwegs ist, sollte einen Kissenbezug dabei haben. Wir retten die Babys oft aus den Beuteln ihrer toten Mütter. Sie überstehen den Aufprall bei Unfällen meist, da der muskulöse Beutel der Mutter wie ein großer Sicherheitsgurt wirkt.“















