Hausmittel gegen Kopfschmerz
Nicht immer müssen Kopfschmerz-Geplagte direkt zum Arzneimittel greifen. Auch Hausmittel versprechen Linderung:
- Flüssigkeitszufuhr: ausreichend trinken
- Spaziergänge an der frischen Luft
- Pfefferminzöl auf die Schläfen und die Stirn tupfen
- kalte Kompresse auf die Stirn legen
- kalte Güsse an den Armen, Beinen oder im Gesicht
- Koffein verengt die Gefäße im Gehirn und steigert dadurch die Durchblutung. Gegen Kopfschmerz kann in manchen Fällen eine Tasse starker Kaffee helfen, zum Beispiel Espresso. Schmerzmittel wirken in Kombination mit Koffein ebenfalls schneller.
Medikamente gegen Kopfschmerz
Kurzfristig helfen gegen Kopfschmerzen Analgetika wie Acetylsalicylsäure (ASS), Ibuprofen, Naproxen oder Paracetamol. Sie werden meist als Tabletten eingenommen. In Kombination mit Koffein lässt sich die Wirksamkeit von Schmerzmitteln steigern.
Je nach Form der Kopfschmerzen können auch andere Medikamente oder Behandlungen sinnvoll sein: Schwere Migräneattacken werden oft mit sogenannten Triptanen als Tabletten, Nasenspray oder Spritze behandelt. Alternativ kann der Arzt Lysinacetylsalicylat (ASS-Lysinat) als Injektion verschreiben. Bei Spannungskopfschmerzen helfen Triptane hingegen nicht.
Wenn Migräneanfälle öfter als dreimal pro Monat auftreten, kann eine Migräneprophylaxe mit Betablockern sinnvoll sein. Dazu werden Metoprolol, Propranolol oder Flunarizin eingesetzt.
Cluster-Kopfschmerzen lassen sich ebenfalls mit Triptanen behandeln. Ein akuter Anfall kann durch das Einatmen von reinem Sauerstoff unterbrochen werden.
Bei chronischen Kopfschmerzen kann zudem eine Kombination aus unterschiedlichen Behandlungsformen sinnvoll sein – etwa von Medikamenten, Entspannungstechniken und Verhaltenstherapie.
Durch Entspannungstechniken wie autogenes Training, progressive Muskelentspannung oder Qigong lässt sich bei stressbedingtem Kopfschmerz die Zahl der Kopfschmerztage reduzieren. Bei Migräne wird darüber hinaus das sogenannte Biofeedback erfolgreich eingesetzt. Per Computerprogramm lassen sich dabei die Hirnströme abbilden. Der Patient oder die Patientin kann lernen, diese zu beeinflussen und die Migräneattacken zu steuern.
Akupunktur verspricht bei manchen Betroffenen mit Spannungskopfschmerzen Besserung. Dabei werden Nadeln in bestimmte Akupunkturpunkte gesetzt. Allerdings ist es mit einer Sitzung nicht getan, laut Studien bedarf es mindestens sechs Sitzungen, um die Schmerzen dauerhaft zu lindern. Wird der Kopfschmerz durch Verspannungen und Blockaden der Wirbelsäule verursacht, können physiotherapeutische oder chiropraktische Fachleute den Bewegungsapparat mobilisieren, die Muskulatur lockern und Blockaden lösen.
Wann sollte man bei Kopfschmerzen zum Arzt gehen?
Treten die Kopfschmerzen immer wieder und ohne erkennbaren Grund auf, ist ein ausführliches Gespräch mit einem Arzt oder einer Ärztin ratsam. Eine genaue Beschreibung hilft dabei, die Diagnose zu stellen: Seit wann treten die Schmerzen auf? Wie fühlen sich die Kopfschmerzen an und in welchen Regionen des Kopfes sitzen sie?














