Böhmermann bestreitet kolportierte Summen
Auch „ZDF Magazin Royale“-Moderator Jan Böhmermann wurde in der von „Welt am Sonntag“ erhaltenen ZDF-Liste aufgeführt. Er soll von dem Sender 2023 651.000 Euro plus Mehrwertsteuer erhalten haben. Es sei vertraglich vorgesehen gewesen, dass das Honorar 2024 um 31.000 Euro steigt. Für 2025 sei ein weiteres Plus auf insgesamt 713.000 Euro eingeplant gewesen.
In einem „RTL Exclusiv“-Interview mit Frauke Ludowig reagierte Böhmermann 2025 auf Spekulationen zu seinem Honorar: „Im Internet wurde kolportiert, dass ich eine Summe X verdiene, weil irgendjemand im ZDF-Verwaltungsrat geplaudert hat, keine Ahnung. Die Summe stimmt nicht, die ist viel zu niedrig, aber die reale Summe, die ich vom ZDF bekomme, die ist, glaube ich, immer noch im Vergleich zu dem, was man bei RTL verdient, viel zu niedrig.“
Böhmermann vermutete, dass die Bezahlung bei privaten Sendern höher ist als beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk und fragte Ludowig konkret nach ihrem Einkommen: „Frauke, sag mal nur: sechsstellig oder fünfstellig oder siebenstellig?“ Die ließ sich jedoch nicht in die Karten schauen, scherzte stattdessen, sie verdiene achtstellig: „Nach oben hin ist alles offen“, sagte sie über ihre angeblichen Millionenverdienste.
Auch bei einem anderen, vergleichsweise neuen RTL-Gesicht wurde das Einkommen zum Thema. Das einstige ProSieben-Zugpferd Stefan Raab feierte nach einem knapp neunjährigen TV-Rückzug 2024 ein großes Comeback bei der Konkurrenz.
Nach „DWDL“-Informationen soll RTL gegenüber der Produktionsfirma von Stefan Raab und Daniel Rosemann die Zusage über ein Produktionsvolumen von garantiert mindestens 90 Millionen Euro gemacht haben. Die genaue Summe, die Stefan Raab persönlich für seine Moderation oder Beteiligung an dem RTL-Deal erhält, ist jedoch nicht öffentlich bekannt.
Gottschalks Honorar
Zu Deutschlands bekanntesten TV-Moderatoren zählte lange Zeit auch Thomas Gottschalk, der viele Jahre durch die ZDF-Sendung „Wetten, dass..?“ führte. 2012 moderierte er jedoch auch seine eigene Sendung „Gottschalk live“ in der ARD. Der Verband AG Dok veröffentlichte später laut der „Süddeutschen Zeitung“ ein vertrauliches Papier, das Einblick in Gottschalks Honorar gab. Verantwortliche der WDR Mediagroup und der Produktionsfirma Grundy Light sollen darin für 144 Ausgaben der Gottschalk-Show 4,6 Millionen Euro veranschlagt haben. Abgesetzt wurde die Sendung bereits nach 70 Folgen. Die Zahlung für ein Jahr sei Gottschalk jedoch garantiert worden. Unklar ist, bei welcher tatsächlichen Höhe die Summe seines Honorars im finalen Vertrag lag.














