Wissen zu Hunderassen
Übergewicht bei Hunden: Warum Labradore dick werden
24.09.2025 – 10:00 UhrLesedauer: 2 Min.
Labradore gehören zu den Hunderassen, die schnell übergewichtig werden. Wie kann das verhindert werden? Ein Überblick.
Hundehalter meinen es oft gut und geben nach, wenn sie die bettelnden Blicke ihrer Hunde sehen. Doch zu viel Futter kann besonders bei Labradoren einschlägige Folgen haben. Diese Hunderasse neigt stark zu Übergewicht, und das aufgrund mehrerer Faktoren. Wer vorbeugen will, sollte auf verschiedene Punkte achten.
Labradore bekommen immer wieder Hunger und scheinen niemals satt zu sein. Das ist kein Zufall, sondern dahinter steckt eine genetische Veranlagung.
Im Gen namens POMC der Labradore gibt es eine Mutation. Das Gen ist normalerweise für das Sättigungsgefühl verantwortlich. Bei Labradoren ist es jedoch geschädigt, weshalb sie kein Sättigungsgefühl wahrnehmen können.
Daneben ist mangelnder Auslauf eine weitere Ursache für das häufig bei Labradoren auftretende Übergewicht. Obwohl diese Hunderasse bedingt durch ihre Natur jede Menge Bewegung und geistige Herausforderung benötigt, erhält sie häufig zu wenig davon. Hundefreunde sollten sich daher bereits vor der Anschaffung eines Labradors gründlich informieren, wie viel Bewegung diese Hunderasse braucht.
Der immer wieder aufkommende Hunger führt dazu, dass Labradore zu viel fressen und sich mit der Zeit ein Übergewicht aufbaut. Dieses kann erhebliche Folgen für den jeweiligen Hund haben. So tritt nicht selten Diabetes auf.
Doch damit nicht genug. Das Übergewicht kann weiterhin Gelenkprobleme wie Arthrose und Hüftdysplasie, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Erschöpfungszustände und eine kürzere Lebenserwartung nach sich ziehen.
Halter von Labradoren verfügen über die Kontrolle und das Know-how, worüber ihre Hunde nicht verfügen. Sie können genau im Überblick behalten, wie oft und womit sie ihre Hunde füttern, in Abhängigkeit davon, wie viel sie eigentlich brauchen. Dazu ist es empfehlenswert, engen Kontakt zu einem Tierarzt zu halten und genaue Mengen pro Tag zu besprechen.
Zu Hause sollten Halter von Labradoren am besten mit einem Messbecher oder einer Waage arbeiten, um die Menge des Futters bestimmen zu können. Des Weiteren ist davon abzuraten, die Hunde mit Tischresten zu füttern und übermäßig mit Leckerlis zu belohnen.
Als Alternative zu Leckerlis können zur Belohnung beim Training auch kurze Spiele die Lösung sein. Für viele Labradore ist das ein gleichwertiger Ersatz.
Neben der Ernährung ist es grundsätzlich wichtig, Labradoren ausreichend Bewegung anzubieten. Dies kann auch gerne im Wasser geschehen, da Labradore es lieben, zu schwimmen. Pro Tag sollte mindestens eine Stunde zum Spazierengehen investiert werden.
Wer sichergehen will, dass sein Labrador keine Gefahr läuft, übergewichtig zu werden, sollte einen regelmäßigen Tierarzt-Check durchführen lassen und das Gewicht des Hundes zuhause mit einer Waage im Blick behalten.













