Als drittstärkste Kraft kommt die Linke auf 13 Prozent, während die SPD sieben Prozent und die Grünen fünf Prozent der Stimmen erhalten. Das BSW mit vier Prozent und die FDP mit zwei Prozent wären nach den aktuellen Umfrageergebnissen nicht im Parlament vertreten.
Für die Umfrage vor der Wahl in Sachsen-Anhalt wurden den Angaben zufolge 2.604 Wahlberechtigte im Zeitraum vom 3. bis zum 8. August telefonisch und online befragt. Ferner haben sich rund 13 Prozent der Wählerinnen und Wähler noch nicht entschieden, welcher Partei sie am Wahlsonntag ihre Stimme geben wollen.
Wahlumfrage vor der Sachsen-Anhalt-Wahl 2026
Aufgrund der Daten in der Umfrage vor der Wahl in Sachsen-Anhalt sieht Campact bei der Gruppe der unentschlossenen Wähler ein „erhebliches Potenzial für die demokratischen Parteien“, wie Vorstand Felix Kolb der Nachrichtenagentur dpa sagte. „Noch ist nichts entschieden: Eine AfD-Regierung ist kein Automatismus in Sachsen-Anhalt.“
Die Organisation Campact setzt sich für die Stärkung der Demokratie, für soziale Gerechtigkeit und den Umwelt- und Klimaschutz ein. Sie organisiert regelmäßig auch Demonstrationen gegen Rechtsextremismus.
Erhält eine Partei in Sachsen-Anhalt die absolute Mehrheit?
Da mehrere kleinere Parteien in den Umfragen im Bereich der Fünfprozenthürde liegen, können bereits geringe Abweichungen entscheidend dafür sein, wie sich die Sitzverteilung und damit die Mehrheitsverhältnisse im nächsten Landtag nach der Sachsen-Anhalt-Wahl gestalten.
Deshalb stellt sich die Frage, welche Parteien eine neue Regierung bilden könnten. Nach den aktuellsten Umfrageergebnissen könnte die AfD in Sachsen-Anhalt nicht allein regieren, sie hätte keine absolute Mehrheit im Parlament, um Spitzenkandidat Ulrich Siegmund in den ersten beiden Wahlgängen zum Ministerpräsidenten zu wählen.
Erster AfD-Ministerpräsident nach Landtagswahl in Sachsen-Anhalt?
Im dritten Wahlgang reicht dann eine einfache Mehrheit der Stimmen für die Wahl des Ministerpräsidenten.
Wer in Sachsen-Anhalt regieren kann, hängt entscheidend davon ab, wie viele Parteien neben AfD, CDU und der Linken ins Parlament einziehen. Die SPD liegt seit Wochen knapp über der Fünfprozenthürde. Bangen um den Einzug müssen den Umfragen zufolge vor allem Grüne, FDP und BSW. Wenn Grüne und FDP allerdings in den Landtag in Magdeburg einziehen würden, hätte es die AfD ungleich schwerer, das Ministerpräsidentenamt für sich zu beanspruchen.
- Radikal rechts: Mit diesem Programm will die AfD Deutschland erschüttern
Vor der Wahl in Sachsen-Anhalt: Wie verlässlich sind Umfragen?
Mit der Aussagekraft und dem möglichen Einfluss von Wahlumfragen hat sich unter anderem die Forschungsgruppe Wahlen beschäftigt. Das Institut macht darauf aufmerksam, dass die sogenannte Sonntagsfrage zunächst nur die aktuelle politische Stimmung widerspiegelt und nicht unbedingt die spätere Stimmabgabe auf dem Wahlzettel prognostiziert.















