Dramatische Geburt im Krankenwagen
Vor einem Jahr hatte sie Todesangst – jetzt schwimmt sie um Gold
10.08.2026 – 15:38 UhrLesedauer: 2 Min.
Sarah Sjöström brachte vor einem Jahr auf dramatische Art und Weise ihren Sohn zur Welt. In dieser Woche startet sie bei der Schwimm-EM in Paris.
Knapp ein Jahr nach der Geburt ihres Sohnes Adrian steht die dreimalige Olympiasiegerin Sarah Sjöström wieder auf der großen Bühne. Die schwedische Schwimmerin tritt bei der EM in Paris an – und kann dort mit einem Rekord in die Sportgeschichte eingehen.
Mit 17 EM-Titeln fehlt der Freistil-Sprinterin nur noch eine Goldmedaille, um mit der deutschen Legende Franziska van Almsick als Rekordeuropameisterin gleichzuziehen. Van Almsick holte 18-mal EM-Gold. Diesen Meilenstein kann Sjöström im Centre Aquatique Olympique erreichen.
„Habe wirklich geglaubt, dass ich das nicht überleben würde“
Dabei war Sjöströms Rückkehr in den Sport alles andere als selbstverständlich. Im vergangenen August war die Schwedin hochschwanger, als sie mit starken Wehenschmerzen und Blutungen in einen Krankenwagen gebracht wurde. Das nächstgelegene Krankenhaus war voll. Sjöström schilderte die Fahrt: „Die Fahrt ins Krankenhaus kam mir endlos vor, obwohl wir mit Vollgas und Blaulicht unterwegs waren. Die Schmerzen waren unbeschreiblich, und es war viel zu spät für eine Schmerzlinderung, wie ich sie eigentlich geplant hatte. Ich habe wirklich geglaubt, dass ich das nicht überleben würde.“
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Bis ins Stockholmer Krankenhaus schaffte sie es nicht mehr. Bei Instagram schrieb Sjöström: „Als wir ankamen, wurden die Türen des Krankenwagens vom Entbindungsteam aufgerissen, und unser Baby war bereits auf dem Weg nach draußen. Er kam dort inmitten des Chaos vor dem Eingang des Krankenhauses im Krankenwagen zur Welt.“ Die Geschehnisse seien „traumatisch und zauberhaft zugleich“ gewesen.
Ihre sportliche Rückkehr verlief schneller als von ihr erwartet. Ende Juni schlug die 14-malige Weltmeisterin in Rom über 50 Meter Freistil nach 23,86 Sekunden an. Keine Europäerin war in diesem Jahr bisher schneller. In Paris sagte Sjöström: „Ich hätte nicht gedacht, dass ich so schnell zurückkomme. Aber mein Körper hat super auf das Training reagiert.“















