Oktober 8, 2026 12:11 a.m. CEST

In dunklen Hinterhof gezerrt

85-Jährige mitten in Wien vergewaltigt


06.10.2026 – 14:52 UhrLesedauer: 2 Min.

Blick auf den Wiener Hauptbahnhof (Symbolbild): Der Tatverdächtige konnte unerkannt entkommen. (Quelle: IMAGO/imageBROKER/Werner Dieterich/imago)

Eine Seniorin will nachts nur noch vom Hauptbahnhof nach Hause. Dann wird sie von einem unbekannten Mann vergewaltigt. Die Polizei veröffentlicht ein Foto des Verdächtigen.

Mitten in Wien soll ein 85-Jährige in der Nacht auf Dienstag vergewaltigt worden sein. Die Seniorin sei vom Hauptbahnhof auf dem Weg nach Hause gegangen, teilte ein Wiener Polizeisprecher t-online mit, nachdem zuvor die österreichischen Zeitungen „Heute“ und „Krone“ berichtet hatten.

Gegen 1.35 Uhr sei die 85-Jährige von einem Unbekannten in den Innenhof eines Wohnhauses gezogen und dort vergewaltigt worden. „Passanten konnten die Hilferufe des Opfers wahrnehmen und beobachteten, wie eine männliche Person vom Tatort zu Fuß die Flucht ergriff“, erklärten die Beamten. Das verletzte Opfer kam in eine Klinik, Ermittler sicherten vor Ort Spuren.

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Die Polizei veröffentlichte ein Foto, das den dringend tatverdächtigen Mann zeigen soll. Wer ihn kennt, soll sich unter der Nummer +43 1-31310-57800 beim Landeskriminalamt in Wien melden.

Der unbekannte Tatverdächtige: Wer diesen Mann kennt, sollte sich bei der Polizei melden. (Quelle: Polizei Wien)

Foto-Fahndung nur Stunden nach der Tat

Zur Frage, warum das Foto des Verdächtigen bereits wenige Stunden nach der Tat veröffentlicht wurde, sagte der Polizeisprecher t-online: „Die zeitnahe Lichtbildveröffentlichung erfolgte nach Rücksprache des LKA Wien mit der Staatsanwaltschaft Wien, um hier als zusätzliche Ermittlungsmaßnahme schnellstmöglich die Festnahme des flüchtigen Tatverdächtigen zu erreichen.“

In Deutschland vergeht regelmäßig viel Zeit zwischen einer Tat und einer etwaigen Fahndung per Foto. Nicht selten vergehen Wochen oder gar Monate, bis öffentlich nach einem Verdächtigen gesucht wird. In der Regel müssen alle andere Ermittlungsansätze vorher ausgeschöpft werden. Zudem bestehen hohe gesetzliche Hürden für eine Foto-Fahndung.

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