Tarifstreit an der Charité
Krankenhaus-Personal legt die Arbeit nieder
29.10.2026 – 05:55 UhrLesedauer: 1 Min.
Verdi hat die Beschäftigten der Berliner Charité zu einem weiteren Warnstreik aufgerufen. Zugleich läuft eine Urabstimmung über einen Erzwingungsstreik.
Verdi hat die Beschäftigten der Berliner Charité für den heutigen Donnerstag (29. Oktober) zu einem weiteren Warnstreik aufgerufen. Zugleich teilte die Gewerkschaft mit, seit Montag laufe eine Urabstimmung, ob der Arbeitskampf zu einem Erzwingungsstreik ausgeweitet werden soll.
Nach Darstellung von Verdi verhandeln Gewerkschaft und Charité seit Juli über eine Neuauflage des Tarifvertrags. Im Mittelpunkt steht demnach der sogenannte Entlastungstarifvertrag mit Vorgaben zur Personalbesetzung in der Pflege sowie Ausgleichszahlungen, wenn Stationen unterbesetzt sind. Verdi berichtet, der Charité-Vorstand wolle diese Ausgleichsregelungen kürzen und die Vorgaben zur Personalstärke lockern; eine Stellungnahme der Charité dazu enthält die ver.di-Mitteilung nicht.
Kundgebung vor dem Berliner Abgeordnetenhaus
Bis zum 5. November können ver.di-Mitglieder über eine Intensivierung des Arbeitskampfs abstimmen. Für ein gültiges Ergebnis sei eine Zustimmung von mindestens 75 Prozent der abstimmungsberechtigten Mitglieder nötig. Die Ergebnisse sollen bei einer Pressekonferenz am 6. November vorgestellt werden.
Begleitend zum Warnstreik kündigte Verdi eine Kundgebung von 9 bis 10 Uhr auf dem Margot-Friedländer-Platz vor dem Berliner Abgeordnetenhaus an. Das Parlament tritt an diesem Tag nach Angaben der Gewerkschaft erstmals in neuer Zusammensetzung zusammen; Verdi erklärte, die streikenden Beschäftigten erwarteten verbindliche Zusagen zum Entlastungstarifvertrag aus den Sondierungen einer möglichen rot-grün-roten Koalition.














