Wer am meisten ausgibt
Knausern deutsche Urlauber in Kroatien?
29.10.2026 – 14:02 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Sommer ist vorbei, aber der Traum vom Urlaub in Kroatien lebt. Allerdings ist der einst recht preiswerte Urlaub in dem Adria-Land deutlich teurer geworden.
Wer in Kroatien Urlaub macht, lässt dort deutlich mehr Geld als noch vor drei Jahren. An der Küste geben Touristen im Schnitt 162 Euro pro Person und Tag aus. Das sind 24 Euro oder 15 Prozent mehr als 2022. Im Binnenland sind es sogar 164 Euro – ein Plus von 21 Prozent und damit knapp 35 Euro. Das geht aus der Studie „Tomas Croatia 2025/2026“ des kroatischen Instituts für Tourismus hervor. Dafür wurden 14.770 Reisende in 153 Urlaubsorten befragt und die Daten von mehr als 4.200 Beherbergungsbetrieben ausgewertet.
US-Touristen lassen am meisten Geld an der Adria
Deutsche Urlauber bezahlen weniger als dieser Durchschnitt. Sie geben pro Kroatien-Tag laut der Studie nur 135 Euro aus. US-Amerikaner sind hingegen offenbar bereit, sehr viel mehr Geld für den Adria-Aufenthalt springen zu lassen. 280 Euro pro Tag geben sie aus. Auch Briten und Skandinavier lassen mit rund 240 Euro am Tag mehr Geld in Kroatien als Deutsche.
Rund 66 Prozent dieser Tagesausgaben werden in die Unterkunft, Essen und Getränke investiert, heißt es in der Studie weiter, etwa 34 Prozent in weitere Angebote vor Ort.
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Die Studie bestätigt außerdem, dass die meisten Gäste mit dem Auto anreisen und dann etwa sieben Tage (an der Küste) oder bis zu drei Tage im Binnenland bleiben. Während die Küstenorte vor allem für den Badeurlaub stehen, sind es im Landesinneren häufig Geschäftsreisen, die Besucher ins Land bringen.
Kroatien: Restaurantpreise steigen
Trotz der mitunter großzügigen Ausgaben benennt die Studie einen Kritikpunkt deutlich. Die Restaurantpreise empfinden Besucher Kroatiens im Vergleich zu anderen Zielen als teuer. Das ist heikel, so die Autoren, weil Essengehen neben dem Schwimmen zu den beliebtesten Urlaubsaktivitäten der Kroatien-Reisenden an der Küste zählt.
Tourismus- und Sportminister Tonči Glavina sagte bei der Präsentation der Studie, dass sich auch die Gewohnheiten der Reisenden verändert haben. Sie wollen nicht mehr nur an den Strand, sondern auch mehr über das Land erfahren. Die kroatische Tourismusbranche müsse lernen, daraus größere Werte zu schöpfen. Das heißt: Kroatien-Aufenthalte sollten von höherer Qualität sein, länger werden und nicht mehr nur zur Hauptsaison im Sommer, sondern über das ganze Jahr attraktiv für Urlauber werden.
