Windows 11 26H2
Neue Windows-Version startet mit bekannten Fehlern
30.09.2026 – 16:21 UhrLesedauer: 2 Min.
Microsoft liefert Windows 11 26H2 aus. Auf den ersten Blick ändert sich wenig, auch erste Fehler sind bekannt. Für viele Nutzer ist das Update trotzdem wichtig.
Microsoft hat mit der Verteilung von Windows 11 in der Version 26H2 begonnen. Wie das Unternehmen in seinem Windows-Blog bekannt gibt, steht das Update für alle Rechner bereit, auf denen Windows 11 in den Versionen 24H2 oder 25H2 läuft. Ausgeliefert wird es schrittweise, in den kommenden Wochen soll der Kreis der Geräte wachsen.
Die Installation dauert nur kurz. Microsoft liefert 26H2 als sogenanntes Enablement Package aus, also als kleines Paket, das bereits vorhandene Funktionen freischaltet. Die Bestandteile der neuen Version liegen durch die monatlichen Updates längst auf den Geräten, weil 24H2, 25H2 und 26H2 denselben Unterbau nutzen. Nötig sind nach Angaben von Microsoft ein kleiner Download und ein einziger Neustart.
Wer nicht warten will, kann in den Einstellungen unter „Windows Update“ die Option einschalten, neue Updates zu erhalten, sobald sie verfügbar sind. Auf Geräten, bei denen Microsoft ein bekanntes Kompatibilitätsproblem feststellt, hält das Unternehmen die neue Version vorerst zurück.
Mit dem Wechsel auf 26H2 beginnt der Zeitraum neu, in dem Microsoft Sicherheits- und Funktionsupdates liefert. Für die Ausgaben Home und Pro sind es 24 Monate, für Enterprise und Education 36 Monate.
Drei Fehler sind bereits bekannt
Auf seiner Übersichtsseite zum Zustand der Windows-Versionen führt Microsoft für 26H2 drei bekannte Fehler auf. Privatnutzer betrifft vor allem einer davon. Kopfhörer und andere Audiogeräte, die per USB angeschlossen sind und den älteren Standard USB Audio Class 1.0 nutzen, geben teils keinen Ton mehr aus. Die Lautstärkeregler reagieren nicht, die Einstellungen für den Ton lassen sich nicht bedienen, im Geräte-Manager erscheint die Meldung „Dieses Gerät kann nicht gestartet werden (Code 10)“. Der Fehler tritt laut Microsoft auch unter älteren Windows-Versionen bis hin zu Windows 10 auf.
Die beiden anderen Fehler betreffen Rechner in Firmennetzen. Dort können sich Nutzer unter Umständen trotz gültiger Zugangsdaten nicht anmelden, wenn das Netzwerk mit dem Verzeichnisdienst Active Directory arbeitet. Verantwortlich sei eine Schutzfunktion, die 26H2 aktiviert, die aber nur mit neueren Servern zusammenarbeitet. Auf virtuellen Arbeitsplätzen bleibt der Bildschirm nach der Anmeldung zudem mitunter schwarz.
Alle drei Einträge tragen bei Microsoft den Vermerk „mitigated“. Das Unternehmen hat also Gegenmaßnahmen beschrieben, etwa Änderungen an Einstellungen, die Administratoren vornehmen können. An dauerhaften Lösungen arbeite man noch, sie sollen mit künftigen Windows-Updates folgen.















