Pflicht seit 1. Juli
„Nur Geldmacherei“: So denken Bremer über den Hundeführerschein
14.07.2026 – 16:47 UhrLesedauer: 2 Min.
Mehr als 23.000 Hunde leben im Land Bremen. Für all jene, die neu angeschafft werden, gibt es jetzt neue Regeln. Das kommt nicht bei allen gut an.
Er gilt als bester Freund des Menschen, doch einige können sich nicht benehmen. Allein in den Jahren 2021 bis 2023 kam es laut Bremer Innenressort zu mehr als 150 Fällen, in denen Hunde Menschen angegriffen und verletzt hatten. Deshalb, aber auch aus Tierschutzgründen, hat das Land Bremen einen Hundeführerschein eingeführt. Die Pflicht, diesen zu machen, gilt seit 1. Juli.
Das neue Gesetz, das bei Verstößen ein sattes Bußgeld vorsieht, ruft bei Menschen in Bremen und Bremerhaven ein geteiltes Echo hervor. Das zeigt eine Umfrage der t-online-Regionalredaktion Bremen unter dem Titel „Was halten Sie von der Einführung eines Hundeführerscheins?“, an der insgesamt 483 Personen seit dem 1. Juli teilgenommen haben.
Hundeführerschein in Bremen: Umfrage zeigt geteiltes Bild
272 Menschen und somit mehr als 56 Prozent geben an, die Einführung des Gesetzes sei „absolut gerechtfertigt“, knapp 25 Prozent (119 Stimmen) geben hingegen an, sie finden das Gesetz zwar sinnvoll, würden es jedoch nur für bestimmte Hunde anwenden und nicht für alle. 81 Personen (16,8 Prozent) wiederum sind der Meinung, die neuen Regeln seien nicht zielführend und es gebe bereits genug Gesetze in Bezug auf das Halten von Hunden. 11 Befragte (2,3 Prozent) geben an, zum Thema keine Meinung zu haben.
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Das Ergebnis der Umfrage spiegelt sich auch in den Kommentarspalten einiger Beiträge in den sozialen Medien wider. Unter einem Facebook-Beitrag des Tierheims Bremen, welches die Einführung des Hundeführerscheins thematisiert, gibt es zahlreiche Zustimmungen. Das Gesetz sei „wichtig und richtig“, schließlich müsse jede Halterin und jeder Halter geprüft werden. „Das macht schon alles Sinn“, schreibt eine Person, „vollkommen richtiges Gesetz“, ergänzt jemand anderes.
Doch unter dem Post sammelt sich auch eine Vielzahl kritischer Kommentare. Zahlreiche Internetnutzer wollen in der neuen Pflicht „nur Geldmacherei“ erkennen, immerhin kosten Theorie- und Praxisprüfung etwa 150 Euro. Darin enthalten sind weder die Kosten für Vorbereitungskurse noch die Zusatzkosten für jede mögliche Wiederholungsprüfung bei Nicht-Bestehen.














